Wenn einer der mächtigsten Männer der Welt plötzlich krank wird, dann gehen viele Alarmzeichen auf Rot. Die Börsen reagieren nervös. Schwäche darf offenbar nicht sein. Deshalb wird Macht inszeniert, mit starken Worten und großen Gesten. Doch müssen diese Machtspiele wirklich sein?

Als Donald Trump an Covid-19 erkrankte, geriet vieles durcheinander. Politik und Gesellschaft reagierten nervös, Börsenkurse gingen auf Talfahrt. Der Machthaber bemühte sich nach Kräften, die Sache schön zu reden. Das wahre Ausmaß der Krankheit blieb unklar, Ärzte verwickelten sich in Widersprüche. Und so bald es ging, erschien der Patient wieder in der Öffentlichkeit, erst per Videobotschaft, dann ließ er sich in der Staatskarosse umherfahren. Was für ein Verständnis von Macht zeigt sich in diesen Inszenierungen?

Wann ist es Zeit zu gehen?

Der Lockruf der Macht ist groß. Für viele ist es eines der wichtigsten Lebensziele: Macht zu bekommen und an der Macht zu bleiben. Derzeit ist die Welt voll von Machtpolitikern, die von der einmal errungenen Macht nicht lassen wollen, komme was da wolle. Dabei ist in der Demokratie Macht nur auf Zeit verliehen und öffentlich kontrolliert. Wann ist eigentlich der richtige Zeitpunkt, Macht abzugeben? Und warum fällt es so schwer, Macht loszulassen?

Die Macht der Verbraucher

Aber nicht nur in der Politik haben wir es mit Machtverhältnissen zu tun. Macht begegnet uns ganz alltäglich. In der Schule, beim Arzt, sogar beim Einkauf sind wir mit mächtigen Wirtschaftsunternehmen konfrontiert. Wie groß ist da die Macht der Verbraucher? Können Sie mit bewussten Kaufentscheidungen die Macht der Konzerne brechen? Können Patientinnen und Patienten auf Bewertungsportalen den Ärzten, den "Halbgöttern in Weiß" machtvoll etwas entgegensetzen? Und gehen Verbraucher und Patienten verantwortungsvoll mit dieser Macht um?

Der Absturz aus der Macht

Was der Absturz aus den Höhen der Macht bedeutet, hat der Konzernmanager Thomas Middelhoff erfahren. Aber viele scheuen davor zurück, Macht loszulassen. Auch Weltmusiker tun sich oftmals schwer, den angekündigten Abschied von der Bühne und der damit verbundenen Macht über ihre Fans auch durchzuhalten.

Beiträge in der Sendung
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Sonntagsgedanken Dekan Norbert Mecke, Melsungen
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