Meinungsfreiheit ist ein hohes Gut. Aber gerade in unsicheren Zeiten wie jetzt ist es gar nicht leicht, sich eine fundierte Meinung zu bilden. Und was ist, wenn es dann zum Streit der Meinungen kommt? Wie gehen wir damit um, dass andere Menschen anderer Meinung sind? Wie weit reicht unsere Toleranz? Wo sind die Grenzen der Meinungsfreiheit?

Drei Menschen, vier Meinungen – sagen wir manchmal. Es ist nicht selbstverständlich, dass sich immer alle einig sind. In Gruppen passiert es oft, dass Einzelne sich als Meinungsführer in den Vordergrund schieben. Sie geben den Ton an. Anderen fällt es schwer, dann die eigene Meinung dagegen zu setzen.

Wie bilden wir uns eine eigene Meinung? Und woran liegt es, dass manche sich nicht nur schnell eine Meinung bilden und diese auch deutlich kundtun, während andere lange unsicher sind und die eigene Meinung eher für sich behalten? Über diese psychologischen Seiten der Meinungsbildung sprechen wir am Sonntagmorgen in hr1.

Die Rolle der Medien

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Zum Artikel Meinungsfreiheit und Widerspruchsfreiheit | Satire

Florian Schröder
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Medien tragen in der Gesellschaft einen großen Teil der politischen Meinungsbildung. Wie sehen sich politische Kommentator*innen selber? Wie bilden sie sich ihre Meinung? Und was wollen sie bewirken, wenn sie politische Ereignisse im Licht ihrer eigenen Meinung kommentieren? Kann ein Kommentar in der Zeitung oder der Nachrichtensendung wirklich dazu führen, dass Zuschauer*innen oder Leser*innen ihre Meinung ändern? Wir fragen nach bei der politischen Essayistin Carolin Emke.

Vom Saulus zum Paulus

Aber es passiert tatsächlich, dass Menschen ihre Meinung ändern. In der Bibel gibt es ein berühmtes Beispiel dafür. Da wurde einer vom Saulus zum Paulus. Sein Meinungswandel war so gravierend, dass er sein ganzes Leben umstellte, einschließlich seines Namens.

Der Frankfurter Theologe und römisch-katholische Priester Ansgar Wucherpfennig hat vor einigen Jahren seine Meinung zum Thema Homosexualität geändert. Wir sprechen mit ihm darüber, was ihn zu seinem Meinungswandel bewogen hat und wie es gelingen kann, dass eine ganze Kirche ihre Position verändert.

Meinungsstreit im Debattierklub

Am Ende ist es entscheidend, wie Menschen mit unterschiedlichen Meinungen miteinander umgehen. Am Sonntagmorgen gibt es in hr1 auch die grundlegenden Regeln für den Meinungsstreit. Der wird manchmal auch am Frühstückstisch geführt. Andere lernen den Meinungsstreit in ihrer Freizeit – in einem Debattierklub zum Beispiel.

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