Es fehlt an Respekt im alltäglichen Zusammenleben. Das beklagen viele. Und dafür gibt es unzählige Beispiele. Aber man kann auch zu viel Respekt haben: Ohne "respektlose" Menschen wie die Oppositionellen in Belarus oder in Thailand gäbe es keine Veränderung! Wieviel Respekt brauchen wir?

Die Beispiele für mangelnden Respekt heute sind zahlreich: Wir klagen über Hass im Netz und schauen entsetzt in die Fleischindustrie und ihren Umgang mit Menschen und Tieren. Dass Polizisten nicht mehr "Respektspersonen" sind, zeichnet sich bei Demonstrationen von links wie von rechts ab. Und das noch jemand aufsteht, wenn ein Senior die U-Bahn betritt, ist mehr und mehr zur Glücksache geworden.

Respektverlust im Alltag

Was ist los in unserer Gesellschaft? Der ZDF-Moderator Tim Niedernolte macht sich Sorgen über den Verlust des Respekts in der Gesellschaft. Er fragt sich: Wie können wir umsteuern? Und wie können wir wieder Respekt erlernen? Früher war Respekt mit dem Stand, dem Amt und auch nur dem Alter einer Person verbunden. Heute nehmen wir Respekt nicht als gegeben an, sondern sind überzeugt, dass sich jemand Respekt verdienen muss.

Negativbeispiel aus Thailand

Wenn dabei jemand so zu versagen scheint wie der König von Thailand, der sein Volk in Coronazeiten respektlos allein gelassen hat und im Ausland "überwinterte", dann ist die Zeit der Respektlosigkeit auch für Untertanen gekommen. Das glauben auf jeden Fall die Jugendlichen, die gerade gegen einen König auf die Straße gehen; einen König, dem sie sich laut höfischem Zeremoniell nur auf Knien nähern dürfen.

"A little Respect..."

Wer darf also für sich Respekt verlangen? Aretha Franklin hat in einem kämpferischen Lied den Schrei der Schwarzen nach Respekt zur Hymne der "black community" gemacht. Und dass dieser Ruf nicht überall gehört wurde, zeigt der US-amerikanische Alltag noch immer.

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Respektlos und furchtlos ins Leben gehen, das ist bis zu einem gewissen Grad für jeden jungen Menschen wichtig. Wir "lernen" das in der Pubertät, wenn das Aufbegehren gegen die Eltern zu Konflikten führt. Aber letztlich wird durch die Respektlosigkeit auch die Persönlichkeit gestärkt.

Respekt gegenüber Tieren

Natürlich ist Respektlosigkeit an sich kein Wert. Wir leiden eher darunter, nicht nur die Menschen, sondern auch die Mitwelt. Positive Beispiele für den einen respektvollen Umgang etwa mit den Tieren lassen sich zum Glück auch finden. Immer mehr Bauern gehen in den Biobereich und schaffen tierwohlorientierte Lebensumstände.

Auf der Suche nach der richtigen Balance

Heute geben wir Respekt vor allem an Menschen, die eine große Leistung vollbracht haben, sei es sportlich oder auch gesellschaftlich. Menschen, die nichts mehr leisten können, bleibt der Respekt zunehmend versagt. Die Lage in vielen Pflegeheimen scheint das zu belegen. Aber auch hier gibt es positive Beispiele eines wertschätzenden Umgangs mit alten Menschen.

Wie viel Respekt brauchen wir im Leben? Einerseits mehr, andererseits auch weniger? Wir gehen in der Sendung auf die Suche nach der richtigen Balance.

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