Eigentlich wollten sie ein paar Wünsche fürs neue Jahr aufsteigen lassen. Am Ende war das Krefelder Affenhaus abgebrannt. Jetzt liegen auf den Schultern der drei Frauen, die sich der unbeabsichtigten Tat bezichtigt haben, Millionen Euro Schulden und eine riesige Schuld.

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hessenschau vom 02.01.2020
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Eine Gedankenlosigkeit, ein kleiner Fehler und plötzlich geschehen Dinge, die nie im Leben rückgängig gemacht werden können. Nur eine kleine Unachtsamkeit beim Autofahren, aber die Folgen überschatten ein ganzes Leben.

Wie kann man mit einer solchen Schuld leben, die man nun tragen muss, ohne Böses im Sinn gehabt zu haben? Wohin mit den Schuldgefühlen, wenn eine Wiedergutmachung nicht möglich ist? Schuld kann eine große Last sein. An sich möchten wir ohne sie leben, mit freien Schultern.

Beichten verlagert sich ins Netz

Dabei kann es sehr befreiend sein, zu einer Schuld zu stehen, sie in Worte zu fassen. Die christliche Beichte lebte Jahrhunderte lang davon, dass Menschen sich dort entlasten konnten. Die Beichtstühle sind heute oft leer. Aber das Bedürfnis bleibt.

Im Internet kann man bei beichthaus.com anonym Dinge beichten, die man immer schon mal loswerden wollte. Ob alles so ganz ernst gemeint ist, kann man bezweifeln. Doch haben solche öffentlichen Beichten etwas sehr Unterhaltsames.

Schuld - das Kernthema der Menschheit

Von Anfang an neigen Menschen offenbar dazu, Schuld mehr beim anderen zu sehen als bei sich selbst. So wie einst Pontius Pilatus versuchte, "seine Hände in Unschuld zu waschen". Schon auf den ersten Seiten der Bibel zeigt sich: Niemand will es gewesen sein, der vom verbotenen Baum der Erkenntnis gegessen hat.

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Adam sagt, Eva habe ihn verführt, Eva sagt "Die Schlange war's". Und schon in der zweiten Generation der Menschheit bringt Kain seinen Bruder Abel um. Dass der Umgang mit Schuld das Kernthema der Menschheit ist, ist überdeutlich.

Für jeden Richter ist es Alltag, Schuld festzustellen und zu bestrafen. Aber so glasklar liegen die Dinge manchmal gar nicht. Wie geht ein Richter damit um, über Schuld und Schicksal von Menschen urteilen zu müssen? Auch das ist Thema bei hr1 am Sonntagmorgen.

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Sonntagsgedanken Pastoralreferent Stefan Herok, Wiesbaden
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