Süß geht immer! Und das nicht nur zur Weihnachtszeit! Schon die Oma meinte, "im Nachtischmagen ist immer Platz". Aber zu Weihnachten brechen dann die Dämme. Wir schlemmen und naschen was das Zeug hält. Süßer Glühwein, Plätzchen, Marzipan.

Woher kommt eigentlich unsere "süße" Weihnacht? Der Ursprung des heutigen Weihnachtsgebäcks liegt vermutlich in den mittelalterlichen Klöstern. Zum Gedenken an die Geburt Jesu war erlesenes Backwerk üblich. Der Stollen war ein klösterliches Adventsgebäck und auch Rezepte für den Lebkuchen entwickelten sich in den Klöstern.

Die heilige Hildegard von Bingen beschrieb die positive Wirkung von Muskatnüssen in Lebkuchen und Pfeffernüssen auf die Stimmung. Gegen den "Winterblues" werden deshalb bis heute die "Hildegard-Plätzchen" empfohlen. Wir haben das Rezept für Sie.

Süßes ist Seelennahrung

Irgendetwas in uns ist auf Süßes programmiert. Wir trösten uns damit, belohnen uns mit Süßem und essen im Zweifelsfall eher zu viel als zu wenig davon. Süßes ist Seelennahrung. Warum ist das so?

Für unsere Vorfahren waren die kostbaren Kohlenhydrate ein wichtiges und schmackhaftes (Über-)lebensmittel. Heute mangelt es uns nicht an Kohlenhydraten. Doch die Lust daran ist geblieben. Die Folgen lassen sich nicht übersehen - auf der Waage.

Gefahr Diabetes

Zucker, der Grundstoff des Süßen, ist zugleich der Name einer Krankheit. Immer mehr Kinder müssen sich heute schon mit Diabetes herumschlagen, ihr gesamtes Ernährungsverhalten verändern und ständig überprüfen. Durch neue Messtechniken des Insulin-Spiegels ist es längst möglich, dass Diabetiker Leistungssport treiben können, ohne dabei in die gefährliche Unterzuckerung zu laufen. Diabetiker-Sportgruppen absolvieren sogar Marathon-Distanzen. Ein großer Gewinn an Lebensqualität für die Betroffenen.

La Dolce Vita

"Süß" ist ein Wort, das wir auf vieles anwenden, was angenehm und reizvoll ist: Babys und kleine Hunde, schöne Menschen. In der Liebe gibt es viele Worte, die ausdrücken, dass man sich zum Fressen gern hat: "Sweety", "Honey", "Süsse", "Zuckerpuppe" usw. Und das "süße Leben", das Dolce Vita, das die Italiener kultiviert haben, bedeutet denn auch viel mehr als nur Süßigkeiten.

Beiträge in der Sendung
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Sonntagsgedanken Pfarrer Martin Vorländer, Frankfurt
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