Es ist lebenswichtig und spielt in vielen Lebensbereichen eine große Rolle: Wasser. Als Abkühlung an heißen Sommertagen, als Durstlöscher, aber auch als Gefahr für viele Menschen. Auch in den Religionen ist das Wasser ein zweischneidiges Symbol: todbringend und lebensschaffend zugleich.

An heißen Sommertagen spendet Wasser Abkühlung und Erfrischung: Nach einer Wanderung der kühle Brunnen oder der Sprung in den See nach einem Sonnenbad: Wasser ist wunderbar. Auch in den Städten liefert Wasser Lebensqualität, am Flussufer, in Parks und Teichen. Aber auch Wasserspiele, Brunnen oder Sprühfelder auf unseren Marktplätzen machen Spaß, vor allem Kindern! Wasser macht uns einfach Freude, signalisiert Lebendigkeit und Frische. Und: Wasser ist beruhigend: Wir sitzen am Ufer, sehen das Fließen und hören das Plätschern und werden nach innen geführt. Wasser spricht offensichtlich tiefe Schichten unserer Seele an. Der Benediktiner Anselm Grün sagt: Das deutsche Wort "Seele" kommt nicht ohne Grund von dem Wort "See". Beim Blick auf den See kommen wir mit unserer Seele in Berührung.

Wasser ist auch gefährlich

Im Wasser kann man ertrinken, immer wieder lesen wir davon in der Zeitung. Und wo wir Deutsche sehnsüchtig zum Meer reisen und die Weite des Blicks und die Kraft der Wellen spüren möchten, da haben Flüchtlinge beim gleichen Anblick den Tod vor Augen, der ihnen droht, wenn Sturm aufkommt oder der Motor ihres "Seelenverkäufers" streikt. Flüchtlinge aus den potenziell tödlichen Wassern des Mittelmeeres zu retten, hat sich deshalb "Seawatch 4" auf die Fahnen geschrieben, maßgeblich durch Initiative der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD). Seit einer Woche ist das Schiff unterwegs, inzwischen ist es das einzige private, zivilgesellschaftliche Rettungsschiff im Mittelmeer.

Wassermangel durch anhaltende Dürre

An heißen Sommertagen erleben wir im dritten trockenen Sommer hintereinander auch den Wassermangel. Einige Gemeinden Hessens haben den Wassernotstand ausgerufen, der Einschränkungen für Privathaushalte mit sich bringt. Orte wie Kelkheim am Taunus kennen die Ambivalenz des Wassers in Zeiten des Klimawandels. Der dortige Liederbach ist öfter als früher ausgetrocknet. Bei Starkregen aber tritt er mächtiger denn je über die Ufer. Für die Kelkheimer ist das richtige "Wassermanagement" deshalb ein dauerndes, herausfordendes Stadtthema.

Ein Wassertropfen fällt in eine Schüssel

Bedeutung von Wasser in den Religionen

Auch in den Religionen ist Wasser ein zweischneidiges Symbol: für das Todbringende wie das Lebensschaffende zugleich. Man muss nicht unbedingt an die Sintflut erinnern, die alles Leben auf der Erde vernichtete, mit Ausnahme Noahs, seiner Familie und den Tieren auf der Arche. Auch bei der Taufe feiert man das neue Leben eines Christen im Symbol des Wassers, aber erst nachdem der "alte sündhafte Mensch" im Wasser der Taufe "ersäuft" wurde, wie Luther es drastisch formulierte.

Heilkraft des Wassers

Es gibt auch eine Heilkraft des Wassers: viel trinken sollen wir, weil wir Menschen selbst zu mehr als zwei Dritteln aus Wasser bestehen. Aber nicht nur die "Hydrotherapie" von Sebastian Kneipp ist hier einschlägig, die das Immunsystem stärkt. Inzwischen weiß die Forschung auch genauer zu sagen, wie wir am besten die tägliche Menge Wasser trinken, das wir brauchen. Innerhalb kürzester Zeit einen Liter wegtrinken hat deutlich weniger Wirkung als ein kontinuierliches Trinken über einen längeren Zeitraum. Darüber sprechen wir mit Dr. Thomas Rampp, Mediziner, Naturheilkundearzt und Autor des Buches "Wie Wasser heilt".

Porträt einer Frühschwimmerin

Und dann lernen wir eine Frühschwimmerin kennen. Es gibt sie in jedem Schwimmbad, sie sind zäh, diszipliniert und werden steinalt: Frühschwimmer, die morgens mit Jahreskarten als erste im Wasser sind und dann ihre Bahnen ziehen. Sie brauchen das Wasser und haben ihr "Lebenselexier" gefunden. Wir porträtieren eine von ihnen und hören auch, wie sie ohne Morgenritual durch die Corona-Zeit gekommen ist.

Beiträge in der Sendung
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Sonntagsgedanken: Dipl. Theol. Christoph Hartmann, Fulda
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