E-Bike

Neben Fahrrädern sieht man immer mehr E-Bikes auf den Wegen. Leider häufen sich damit auch die Unfälle, da gerade Anfänger die vermeintlich einfache Handhabung des Pedelecs unterschätzen.

Die Verkaufszahlen von E-Bikes boomen: Laut Statista gibt es in Deutschland mittlerweile fast 6 Millionen Pedelecs. Neben älteren Personen greifen inzwischen auch immer mehr Jüngere zum Rad mit der motorisierten Hilfe. Doch sind es vor allem die Senioren, die auf ihrem Pedelec besonders gefährdet sind.

Im vergangenen Jahr 2019 wurden laut Statistischem Bundesamt zwar mehr Unfälle erfasst, aber es starben weniger Menschen als im Vorjahr. Angestiegen ist hingegen die Zahl der tödlich verunglückten E-Radfahrer, die mit E-Bikes oder Pedelecs unterwegs waren: Hier starben 28 Menschen mehr als im vergangenen Jahr (+32,6 Prozent). Der Grund dafür dürfte sein, dass auch die Zahl der Pedelec-Fahrer stark zugenommen hat.

Weitere Informationen

Unterschied Pedelec vs. E-Bike

Die Mehrheit aller angebotenen Elektro-Fahrräder sind eigentlich Pedelecs. Pedelecs bieten nur dann Motorunterstützung, wenn der Fahrer etwas mithilft und in die Pedale tritt. Erfolgt die Pedalunterstützung bis 25 Kilometer pro Stunde, gelten Pedelecs als Fahrrad und sind nicht zulassungspflichtig. E-Bikes hingegen fahren per Knopfdruck - auch ohne Pedalunterstützung. Dieses System ist ab sechs Kilometer pro Stunde zulassungspflichtig. Deshalb werden E-Bikes eher selten angeboten. Pedelecs haben somit den Vorteil, dass der Fahrer selbst entscheiden kann, wie viel Unterstützung er beim Radeln braucht. Wer ganz auf die Motorunterstützung verzichten will, kann sie ausschalten und herkömmlich Rad fahren.

Ende der weiteren Informationen

Haftpflichtversicherung überprüfen

Fahrern von E-Bikes wird daher dringend empfohlen, einen TÜV-geprüften Helm zu tragen und eine private Haftpflichtversicherung abzuschließen, bei der Pedelecs ausdrücklich mitversichert sind. Welche Regeln Sie als Pedelec-Fahrer sonst noch beachten sollten, hat uns Verkehrsexperte Cornelius Blanke vom ADAC zusammengestellt.

  • Kaufen Sie Ihr Pedelec beim Fachhandel und lassen Sie sich dort umfassend beraten.
  • Pedelec-Fahrer, die auf 25 km/h begrenzt fahren, dürfen und sollten auf dem Fahrradweg fahren.
  • Fahrer, die ein sogenanntes S-Pedelec haben, können bis zu 45 km/h fahren. Sie müssen allerdings einen Helm tragen und müssen die Straße nutzen.
  • Oft neigen Nutzer eines E-Bikes dazu, sich zu überschätzen und die Geschwindigkeit des E-Bikes zu unterschätzen. Es besteht dadurch eine erhöhte Unfallgefahr. Auch Autofahrer müssen hier aufmerksamer sein, da das Pedelec schneller am Auto dran ist als ein normales Fahrrad.
  • Ein Pedelec ist für einen Fahrrad-Fahrer eine Umstellung. Als Anfänger muss man sich mit dem neuen Gerät erst mal vertraut machen. Der ADAC empfiehlt daher, zunächst auf einem Parkplatz zu üben, bevor man auf den Fahrradweg oder die Straße wechselt.

Sendung: hr1, hr1-Koschwitz am Morgen, 2.6.2020, 5-9 Uhr

Aktueller Song:
Lädt
Lädt
Lädt - Lädt
Lädt - Lädt
mit