Menschen Weihnachten
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Unterm Christbaum zu sitzen und gemeinsam zu essen, das vor allem an Weihnachten den meisten Menschen wichtig. Nicht jeder aber hat Familie oder es klappt nicht mit dem Besuch. Hier will die Netzgemeinde helfen - mit der Initiative "#Keine(r) bleibt allein". So können Sie mitmachen!

"#Keine(r) bleibt allein" - unter diesem Begriff findet sich auf Facebook, Twitter und Instagram zahlreiche Einträge: Menschen suchen nach Gesellschaft oder wollen jemanden an den Weihnachtstagen zu sich einladen. Eve Werth twittert beispielsweise: "Wer aus der Gegend Frankfurt am Main befürchtet am 24.12. alleine sein zu müssen, darf sich bis 21.12. bei mir melden und den Abend mit mir und anderen verbringen. Kann gerne kochen und biete Gästebetten an." Auch Twitter-Nutzer "Don Camilloni" macht mit. Er schreibt: "Am 26.12. laden wir gerne jemanden ein, der nicht alleine bleiben möchte im Raum Dortmund. Und auch die anderen Tage ist immer ein Teller mehr gedeckt."

In Zusammenarbeit mit der Kirche und Telefonseelsorge

"Keiner bleibt allein" ist eine Initiative von Menschen, die "Weihnachtspaten" über soziale Medien vermitteln wollen. Und das geht so: Man postet sein Gesuch auf der Seite der Initiative bei facebook, Twitter oder Instagram. Die Macher schauen dann nach, ob ein Pendant zu finden ist und schickt die Links zu den jeweiligen "Gesucht"-Profilen. Um das Projekt bekannter zu machen, kooperiert der Verein mit der Telefonseelsorge und der evangelischen Kirche. In der ARD lief kürzlich ein Porträt über die bemerkenswerte Initiative.

Kennlerntreffen vor Heiligabend

Wie auch bei herkömmlichen Partnerbörsen kann nicht hunderprozentig ausgeschlossen werden, dass unter den Feierabend-Kandidaten auch "Blender" sind. Die Vermittler können nur bis zu einem gewissen Punkt prüfen, ob die Profile der Interessenten seriös sind. Sie empfehlen deshalb, zunächst miteinander zu chatten und sich für ein Kennelernen schon vor Weihnachten zu verabreden, am besten an einem neutralen, öffentlichen Ort. So sieht man, ob man die gleiche Wellenlänge hat, um Weihnachten miteinander zu verbringen.

Finanzierung auf Spendenbasis

Vermittelt werden nur volljährige Personen. Es ist sehr aufwendig und zeitintensiv, die Profile zu erstellen und passende Mitmacher zusammenzubringen. Deshalb ist der Verein "#Keine(r) bleibt allein" auf Spenden angewiesen. Gegründet wurde der Verein erst im März diesen Jahres in Worms – die Idee kam durch den Erfolg der Hashtags in den vergangenen Jahren. Damals gab es diese Aktion noch ohne zentrale Organisation. Und auch in diesem Jahr ist es eine Mischung aus kleinen Initiativen, privaten Posts und eben der Vermittlung durch den Verein.

Sendung: hr1, hr1 am Vormittag, 11.12.2018, 9 Uhr

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