Stinkwanze
Eine Grüne Stinkwanze. Bild © picture-alliance/dpa

In diesem Herbst krabbeln besonders viele Wanzen aus dem Freien in die Wohnungen. Dort angekommen, können sie einen unangenehmen Duft versprühen. Es gibt aber einfache Methoden, die Stinker zu bekämpfen.

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Das Gefühl trügt nicht. In diesem Jahr gibt es deutlich mehr Wanzen als in vergangenen Jahren, bestätigen Experten. Gründe sind der lange und warme Sommer sowie zahlreiche Früchte, die den Sechsbeinern als Nahrung dienen. Die circa 12 Millimeter großen Tiere haben von Frühjahr bis Herbst eine grüne Färbung. Danach verändert sich die Farbe ins Braune.

In der Regel haben die Grünen Stinkwanzen einmal im Jahr Nachkommen. Dieses Jahr haben sie sich aufgrund der langen Wärmeperiode zweimal fortpflanzen können, erklärte Ann-Sybil Kuckuk vom Naturschutzbund (Nabu) in Rheinland-Pfalz. Auch Charlotte Reutter vom Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland (BUND) in Mainz nennt 2018 ein optimales Jahr für Wanzen aller Art.

Bei Gefahr wird ein stinkendes Sekret abgesondert

Die kleinen Krabbler sind zwar harmlos, dennoch möchte man das Ungeziefer nicht unbedingt bei sich in der Wohnung haben. Die Tiere zu zerquetschen oder aufzusaugen ist aber keine gute Idee. Fühlen sich die Stinkwanzen bedroht, sondern sie ein stinkendes Sekret ab. Nehmen Sie am besten ein Blatt Papier, lassen Sie die Wanze darauf krabbeln und setzen Sie das Tier wieder nach draußen. Wer radikaler gegen die Plagegeister vorgehen will, kann die Stinkwanze in Seifenwasser legen. Dort ertrinkt sie und der Seifengeruch überdeckt den Gestank.

Um zu verhindern, dass die Wanzen überhaupt in die Wohnung kommen, kann man ein Gemisch aus Wasser und Essigessenz von außen an Fensterrahmen und Terrassentüren versprühen. Zwei Teile Wasser mit ein Teil Essigessenz sollen abschreckend auf die Viecher wirken.

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Sendung: hr1, hr1 am Vormittag, 19.10.2018, 9 Uhr

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