Sprachen lernen per Smartphone-App.

Eine neue Sprache zu lernen oder seine Fremdsprachenkenntnisse zu erweitern, ist vielen Deutschen sehr wichtig. Sprach-Apps auf dem Smartphone erleichtern das Lernen. Doch welche Apps gibt es und was können diese?

Die drei führenden Sprach-Apps in Deutschland sind Babbel, Duolingo und Busuu. Sie haben in den App-Stores die meisten Downloads und die besten Nutzerbewertungen. Doch die Lernmethoden der drei Anwendungen sind sehr unterschiedlich. Wir stellen sie Ihnen kurz zusammengefasst vor.

Babbel

Beim Marktführer Babbel kann man sich in verschiedenen Lektionen vom Anfänger- in den Fortgeschrittenen-Modus vorarbeiten. Dabei werden Vokabeln und Redewendungen aufgebaut und die Grammatik vermittelt. Das Lernen der richtigen Aussprache wird durch eine Spracherkennungssoftware unterstützt. Neue Vokabeln werden in einem Wiederholungsmanager gespeichert. So kann man sie jederzeit wieder abrufen. 14 Sprachen kann man mit Babbel lernen.

Duolingo

Diese App setzt auf das Lernen mit Bildern. Auf diese Art werden neue Vokabeln eingeführt und danach schrittweise in Wortgruppen und Sätze eingebaut. Es gibt Sprech-, Schreib- und Auswahlübungen, Lückentexte sowie Übersetzungsaufgaben. Wer gut voran kommt, kann nach einigen Tests Übungen überspringen. Über Kommentarfunktionen können sich Nutzer gegenseitig helfen. Für deutsche Muttersprachler stehen derzeit aber nur drei Fremdsprachen - Englisch, Spanisch und Französisch - zur Verfügung.

Busuu

Auf gegenseitiges Helfen setzt auch Busuu. Die App funktioniert wie ein soziales Netzwerk, deren Mitglieder voneinander lernen. Dabei können Sprachpartnerschaften geschlossen werden: Man lernt eine Fremdsprache und lehrt seine Muttersprache. Kommuniziert wird über eine integrierte Videochat-Funktion. Es gibt aber auch Lektionen, die die Nutzer alleine durchlaufen müssen. Gelerntes wird danach im gegenseitigen Austausch angewendet. Zwölf Sprachen bietet die App an.

Was kostet der Spaß?

Bei Babbel kostet das günstigste Abo 5,95 Euro pro Monat - bei einer Mindestlaufzeit von einem Jahr. Bei Busuu sind es 5,83 Euro. Duolingo wirbt zwar damit, kostenlos zu sein, jedoch enthält die Gratisversion Werbung, die man gegen Geld abstellen kann. Und kostet im Zwölf-Monats-Abo mal eben 6,50 Euro pro Monat.

Neben den drei vorgestellten gibt es natürlich noch viele andere Sprach-Apps. Mondly, Rosetta Stone, Lingualia oder 50 Sprachen sind nur einige davon. Auch hier sind die meisten kostenpflichtig. Und wer sich nicht entscheiden kann, oder für wen Sprachen lernen per App einfach nichts ist, für den gibt es ja immer noch die gute, alte Volkshochschule.

Sendung: hr1 am Vormittag, 25.2.2020, 9-12 Uhr

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