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Es gibt viele Rezepte zum Sprachen lernen: Eselsbrücken, Karteikarten oder indivduelle Lernmethoden. Doch die eine richtige Lernmethode gibt es nicht. Die Sprachgenies Michael und Matthew Youlden sprechen elf Sprachen und haben ein paar Tipps auf Lager.

Die Forschung befasst sich seit Jahren mit der Frage, was beim Sprachenlernen im Gehirn geschieht. Vieles ist noch ungewiss, doch steht fest: Es gibt nicht die eine, immer funktionierende Lernmethode.

Unser Wortspeicher im Gehirn gleicht einem gigantischen Netzwerk, über unzählige Verknüpfungen lassen sich Wörter und Ausdrücke zu Sätzen kombinieren. Um Vernetzungen herzustellen bedarf es Quantität und Qualität. Wenn wir ein Wort häufiger benutzen, hat unser Gehirn es schneller parat. Auf die Qualität der Vernetzung haben Fremdsprachenlerner viel Einfluss: Je mehr Erinnerungen, Gefühle oder Assoziationen wir mit einem Ausdruck verbinden, desto leichter fällt dem Gehirn der Zugriff darauf.

Vokabelzettel an den Kühlschrank und viel Spaß, so lernten Michael und @MatthewYoulden mehr als 20 Sprachen. @Polyglotbros #ZDFmoma

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Echte Kommunikation als Hilfe

Es gilt also, mit neuen Vokabeln zu experimentieren: Beispielsätze zu bilden, sich Situationen auszudenken, in denen wir sie verwenden könnten oder auch einfach nur darüber nachzudenken, ob wir das Wort schön finden und wenn ja, warum. Hirnforscher wissen: Unser Gehirn lernt fast von allein, sofern wir genügend Input und Gelegenheit zum Üben erhalten. Jede Situation, in der echte Kommunikation stattfindet, in der es also nicht um das Lernen, sondern um andere Inhalte geht, ist deshalb hilfreich für das Sprachenlernen.

Auch als Erwachsene können wir noch von dieser angeborenen Sprachlernfähigkeit profitieren. In der Praxis ist es allerdings nicht immer leicht, Übungsgelegenheiten zu finden, denn eine echte Notwendigkeit, eine Fremdsprache anzuwenden, besteht in Deutschland selten.

Sprachgenies

Michael und Matthew Youlden sind Polyglotten, sie beherrschen viele Sprachen und sind der Meinung, das kann Jeder. Hier geben die beiden noch mehr Tipps zum Sprachen lernen.

Dass man Sprachen auch in sehr kurzer Zeit lernen kann, beweisen sie hier.

Sendung: hr1, hr1 am Vormittag, 26. Juni 2018, 10 Uhr

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