George Lucas

Der US-amerikanische Produzent, Drehbuchautor und Regisseur ist weltbekannt für seine Star-Wars-Filmreihe und die Indiana-Jones-Tetralogie. Überdies gilt er als Pionier beim Einsatz digitaler Kinokameras und als Erfinder des Bild- und Tonqualitätsstandards THX. Wir haben seine größten Filme für Sie zusammengefasst.

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Loca-tag 'teaser_more_audio_sr' not found Star-Wars-Erfinder George Lucas wird 75

Star Wars "Die letzten Jedi"
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George Walton Lucas Jr. wird 1944 im kalifornischen Modesto als Sohn eines Schreibwarenverkäufers geboren. 1965 fasst er den Entschluss, Dokumentarfilmer zu werden. So wendet sich der Kalifornier dem Filmstudium zu. Seine Abschlussarbeit, der Kurzfilm "THX 1138", erweist sich als erste bedeutende Arbeit. Großen Erfolg hat er damit aber zunächst nicht.

Freundschaft zu Francis Ford Coppola zahlt sich aus

Francis Ford Coppola & George Lucas

Dank eines Stipendiums sammelt George Lucas Anfang der Siebziger jede Menge Erfahrung bei den "Warner Bros."-Studios. Dort lernt er den bereits erfahrenen Regisseur Francis Ford Coppola kennen und wird sein Assistent. Gemeinsam gründen sie das unabhängige Filmstudio "American Zoetrope" und bringen verschiedene Filme in die Kinos. Zudem gründet Lucas seine eigene Filmgesellschaft Lucasfilm Ltd. - von Hollywood hält er nicht viel.

"American Graffiti" wird sein erster Erfolg

American Graffiti

1973 feiert er mit "American Graffiti" einen Überraschungserfolg: Das Komödiendrama über das Erwachsenwerden spielt über 118 Millionen Dollar ein und machen den Jung-Regisseur dank seiner Rechte an den Nettoeinnahmen schon früh zum Millionär. Neben Richard Dreyfuss und Bo Hopkins gewinnt er auch Harrison Ford als jungen, aufstrebenden Schauspieler für seinen Film.

"Star Wars" toppt alles

Star Wars - Krieg der Sterne

Mit dem Geld plant er 1973 einen Science-Fiction-Film mit dem Titel "The Star Wars", dem er in drei Teile splittet. Bei der Verwirklichung seiner Produktion setzt der Regisseur meist zahlreiche Spezialeffekte ein. Mit "Industrial Light und Magic" gründet er 1975 ein eigenes Studio für Tricktechnik.

So läutet er 1977 mit "Krieg der Sterne" den Beginn der großen Star-Wars-Saga ein und legt unwissentlich das Fundament für einen der größten Leinwanderfolge der Kinogeschichte. Der Film spielt innerhalb von anderthalb Jahren 276 Millionen Dollar ein. Durch seine erworbenen Rechte am Merchandising verdient das geschäftstüchtige Genie damit einen Großteil an Einnahmen.

Film Nummer vier wird der erfolgreichste von allen

Star Wars Episode I - Die dunkle Bedrohung

Unter seiner Regie entstehen auch die beiden anderen Filme der Star-Wars-Saga ("Das Imperium schlägt zurück" von 1982 und "Die Rückkehr der Jedi-Ritter" von 1983), die beide ebenfalls zu Kassenschlagern werden. 1992 erhält er einen Oscar als "besonders kreativer Filmproduzent". Seine ersten drei Filme lässt der gewiefte Geschäftsmann 1997 mit Spezialeffekten überarbeiten, bringt sie als "Special Edition" wieder in die Kinos und macht sie erneut zu Gold.

Über 20 Jahre später folgen drei weitere Teile, von denen der vierte Star-Wars-Film bislang der erfolgreichste ist: "Episode I - Die dunkle Bedrohung" von 1999 spült allein fast 925 Millionen Dollar in die Kassen. Insgesamt haben die sechs Filme seit ihrer Premiere 1977 bis heute rund 9,4 Milliarden Dollar eingespielt.

George Lucas verkauft Lucasfilm

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Anfang 2013 verkauft Lucas sein Filmstudio Lucasfilm inklusive den Star-Wars-Rechten für über vier Milliarden Dollar an die "Walt Disney Company". Seitdem setzt "Disney" die Star-Wars-Reihe mit weiteren Filmen, Zeichentrick-Episoden, animierten TV-Serien und weiteren Produktionen für Kinder fort. Mitte Dezember kommt mit "Der Aufstieg Skywalkers" der neunte "Star Wars"-Film in die Kinos - George Lucas selbst wirkt nur noch als Berater mit.

Bis heute ebenfalls Kult: Indiana Jones

Indiana Jones - Jäger des verlorenen Schatzes

Seine Vorliebe für Fantasy-Filme ist unverkennbar, doch sein Erfindungsgeist ist noch lange nicht erschöpft. Das beweist George Lucas mit der Indiana-Jones-Tetralogie (1981 bis 2008), die Harrison Ford als Peitsche schwingenden Archäologen zum Star macht. Überdies stammen auch Kult-Filme wie "E.T. - Der Außerirdische" von 1982, "Die Reise ins Labyrinth" von 1986 oder "Willow" von 1988 aus der kreativen Feder von George Lucas.

George Lucas seit 2013 glücklich verheiratet

George Lucas mit Frau Mellody Hobson

Privat ist George Lucas eher zurückhaltend und hält sich meist bedeckt. Seit 2013 ist er mit Mellody Hobson, einer Fernsehmoderatorin und Managerin des Animationsfilmstudios "DreamWorks Pictures" verheiratet. Das Paar hat einen gemeinsamen Sohn, der 2013 zur Welt kam. Vater George war zu dem Zeitpunkt bereits 69 Jahre alt. Zudem hat Lucas drei Adoptiv-Kinder.

Doch mit 75 Jahren lehnt sich der ergraute Filmemacher auf seiner Skywalker Ranch, nördlich von San Francisco, nicht einfach zurück. In Los Angeles legt er 2018 den Grundstein für sein lange geplantes "Lucas Museum of Narrative Art", das er 2021 einweihen möchte. Das Museum solle die Fantasie der Besucher beflügeln und sie zum Träumen inspirieren.

Sendung: hr1, hr1-Koschwitz am Morgen, 14.05.2019, 5-9 Uhr

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