Lionel Messi aus Argentinien zeigt seine Tätowierung: sogar mit Blümchen.
Lionel Messi aus Argentinien zeigt seine Tätowierung: sogar mit Blümchen. Bild © picture-alliance/dpa

Die Fußball-WM könnte auch als weltgrößte Tattoo-Convention durchgehen. Wir stellen die schönsten Körper-Kunstwerke und ihre Geschichten vor.

Toni Kroos, Deutschland

Toni Kroos hat seinen linken Arm mit mehreren Motiven verziert: Unter anderem steht dort der Name seiner Tochter Amelie und der Name seines Bruders Felix. Dazu hat er sich noch eine Uhr und eine Blume stechen lassen.

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Valon Behrami, Schweiz

Valon Behrami hat sich seinen Lebensweg auf die Beine stechen lassen. Der gebürtige Jugoslawe flüchtete 1990 mit seiner Familie aus den Kriegswirren in die Schweiz. Deshalb sind auch einige Kriegsszenen auf seinen Beinen zu sehen, so zum Beispiel zerbombte Häuser, Bomber am Himmel, Stacheldraht und Patronenhülsen. Die unbeschwerte Zeit nach seiner Flucht in die Schweiz wird durch eine unversehrte Brücke und einer Friedenstaube gleich unter der Kniescheibe symbolisiert.

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Sergio Ramos, Spanien

Sergio Ramos scheint eine Zahlen-Fetischist zu sein. Vier Nummern zieren seine Finger: 35, 90+, 32 und 19. Dazu schrieb der Real-Star: „Die Zahlen meines Lebens.“ Die 32 und 35 waren Ramos‘ erste Trikotnummern, die 19 bezieht sich auf sein Debüt für die spanische Nationalmannschaft. Die  90+ erinnert an sein Tor in der Nachspielzeit, das Real Madrid den zehnten Titel in der Champions-League sicherte.

Saber sufrir. Saber ganar. Saber ser @realmadrid . Quedan 90’. Know how to suffer. Know how to win. Know how to be #RealMadrid . 90 minutes left. #HalaMadrid

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Simon Kjaer, Dänemark

Simon Kjaer steht offenabr auf religiöse Symbole. So hat er sich zum Beispiel das letzte Abendmahl tattoowieren lassen, dazu noch vier Sterne. Diese stehen für seine Eltern und seine Schwester und ihn selbst.

Still working on it... :)

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Tim Cahill, Australien

Tim Cahill hat auf dem linken Arm eine Art Stammbaum. Er erzählt damit seine Familiengeschichte und den Verlauf seines eigenen Lebens.

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Jerome Boateng, Deutschland

Auch Jerome Boatengs Körper gleicht einem Kunstwerk. So hat er sich auf seinen rechten Unterarm seinen Zweitnamen "Agyenim" stechen lassen. Der linke Oberarm beherbergt die Umrisse von Ghana, dem Heimatland seines Vaters. Auf der Innenseite des Oberarms sind die Namen und Fußabdrücke seiner Zwillingstöchter verewigt. Eines seiner jüngsten Tattoos ist das auf der Wade. Da hat sich Boateng den WM-Pokal stechen lassen, als Erinnerung an seinen größten Erfolg mit der DFB-Elf 2014.

Raheem Sterling, England

Um sein Tattoo hatte es in England großen Wirbel gegeben, denn Raheem Sterling hat sich erst vor kurzem ein Sturmgewehr auf die Wade stechen lassen. Die Empörung war groß. Sterling hatte aber auch eine Erklärung für dieses martialische Körperkunstwerk: "„Als ich zwei Jahre alt war, starb mein Vater, weil er niedergeschossen wurde. Ich habe mir selbst das Versprechen gegeben, dass ich in meinem ganzen Leben keine Waffe anrühren werde. Ich schieße nur mit meinem rechten Fuß, deshalb hat es eine tiefere Bedeutung."

Raheem Sterlin Tattoo
Bild © Imago

Olivier Giroud, Frankreich

Giroud hat offenbar eine tiefe Verbindung zu dem biblischen Psalm "Dominus regit me et nihil mihi deerit." Das heißt auf deutsch so viel, wie "Der Herr ist mein Hirte. Mir wird es an nichts fehlen."

Das Tattoo von Olivier Giroud
Bild © Imago

Marco Reus, Deutschland

Marco Reus verzichtet bei seiner Tättowierung auf große Symboliken. Er belässt es bei seinem eigenen Namen und seinem Geburtsdatum. Praktisch: So kann er beides nicht vergessen.

Das Tattoo von Marco Reus.
Bild © Imago

Neymar, Brasilien

Neymar Tattoo
Bild © Imago

Die Beine, an denen so oft die ganze brasilianische Nation hängt sind ebefalls verziert, so wie eigentlich Neymars kompletter Körper. Künstlerische Highlights sind u.a. die vier olympischen Ringe am Handgelenk als Erinnerung an seinen Olympiasieg mit Brasilien 2016. Auf seinen beiden Schienbeinen stehen die Nummern 19 und 92 - Neymars Geburtsjahr. Dazu noch ein paar Sprüche, wie "Sei stark und mutig! Werde nicht niedergeschlagen, habe keine Angst, weil ich, Dein Herr, Dein Gott, werde dich überall begleiten, egal, wo du hingehst." Insgesamt sollen es etwa 33 Tattoos sein, wobei Neymar auch zugeben musste, dass er selbst den Überblick verloren hat.

Sendung: hr1, hr1 Start, 22. Juni 2018, 6 Uhr

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