Die früheren deutschen Tennisspieler Patrick Kühnen (l-r), Boris Becker, Eric Jelen und Carl-Uwe Steeb halten im Anschluss an eine Ehrung durch den Deutschen Tennis Bund (DTB) gerahmte Erinnerungsfotos.

Im Dezember 1988 gewannen die deutschen Tennis-Herren erstmals den Davis-Cup. Jetzt wurden Boris Becker, Carl-Uwe Steeb, Patrik Kühnen und Eric Jelen in Bad Homburg dafür von Deutschen Tennis Bund geehrt. hr1 sprach mit Carl-Uwe Steeb.

Am 18. Dezember 1988 gewann Deutschland sensationell zum ersten Mal den Davis Cup im Tennis. Der 4:1-Sieg über Schweden ging als "Wunder von Göteborg" in die Geschichte ein und ist ein bis heute unvergessenes Ereignis.

Feierliche Ehrung in Bad Homburg

Boris Becker, Patrick Kühnen, Trainer Niki Pilic, Eric Jelen und Carl-Uwe Steeb mit der Daviscup-Trophäe 1988.

Anlässlich des Jubiläums dieses großen Erfolges würdigte der Deutsche Tennis Bund (DTB) die damaligen Spieler Boris Becker, Carl-Uwe Steeb, Patrik Kühnen und Eric Jelen im Rahmen einer feierlichen Ehrung in Bad Homburg. Verbandspräsident Ulrich Klaus sagte: "Das Wunder von Göteborg war für den Davis Cup in Deutschland eine Initialzündung", und überreichte den ehemaligen Spielern Erinnerungsbilder.

Als 74. der Tennis-Weltrangliste besiegte Carl-Uwe Steeb vor 30 Jahren den damaligen Weltranglistenersten Mats Wilander im ersten Spiel des Davis-Cup-Finales. Im Anschluss gewann Boris Becker gegen Stefan Edberg. Auch das Doppel gewannen die deutschen Herren. "Ich kann mich noch ziemlich gut in das Match von damals reinversetzen", sagt Steeb in hr1 Koschwitz am Morgen.

Auf der Straße erkannt

Carl Uwe Steeb

Für Carl-Uwe Steeb, genannt Charly, war es der größte Erfolg seiner Karriere. Noch heute werde er auf das Match angesprochen, erzählt der 51-Jährige. Das Turnier in Göteborg und sein Sieg gegen Wilander machten den Tennis-Profi auf einen Schlag berühmt. "Von heute auf morgen haben mich die Leute auf der Straße erkannt", erinnert er sich. Die Euphorie nach dem Erfolg sei sensationell gewesen.

Den Kontakt zu seinen Teamkollegen von 1988 hat er nach seinem Karriereende nie ganz abreißen lassen. Dass sich nun alle vier Sieger in Bad Homburg wiedersehen, freue ihn sehr.

Auf dem Tennisplatz steht Carl-Uwe Steeb auch heute noch. Aber nur ab und zu. "Mein Tennis wird leider nicht mehr besser", verrät er. Deshalb mache er heute lieber andere Sportarten, etwa Laufen und Radfahren.

Sendung: hr1, hr1 Koschwitz am Morgen, 30.1.2019, 5 Uhr

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