Homeoffice

Enorm viele Menschen sind aufgrund der Corona-Krise auf das Arbeiten im Homeoffice angewiesen – und kämpfen nach wie vor mit der ungewohnten Situation in den eigenen vier Wänden. Mit diesen Tipps fällt die Umstellung leichter.

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zum hr-fernsehen.de Video Überwachung im Homeoffice – was der Chef darf und was nicht

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Beim Arbeiten im Homeoffice gibt es unzählige Störfaktoren, die der Effektivität im Wege stehen können. Mit diesen zehn Tipps halten Sie diese besser von sich fern und optimieren Ihre Heimarbeit.

1. Morgenroutine etablieren

Stehen Sie jeden Tag um dieselbe Zeit auf, damit Ihr Biorhythmus nicht durcheinander kommt. Der geregelte Ablauf hilft Ihnen, wie auf Schienen in den Arbeitstag zu gleiten. Zudem vermeiden Sie dadurch Entscheidungsmüdigkeit am Morgen. Auch bei einem eventuell bevorstehenden Schichtwechsel sollten Sie Ihr Aufsteh-Ritual nicht verändern. Am besten Sie kochen sich eine große Kanne Kaffee oder Tee und nehmen erst einmal ein kleines und leichtes Frühstück zur Stärkung zu sich.

2. Frische Luft tanken und sich bewegen

Nichts spricht gegen eine kleine Runde um den Block oder eine halbe Stunde auf dem Rad, bevor Sie anfangen zu arbeiten. Wenn es das Wetter zulässt oder Sie einfach gut drauf sind am Morgen sollten Sie Frischluft tanken - das macht wach und beugt dem Lagerkoller vor. Planen Sie die Frischlufteinheit unbedingt morgens vor der Arbeit ein und eher nicht für die Mittagspause - denn in stressigen Zeiten kann die Pause auch mal dringenden Gesprächen oder länger dauernden Videocall-Terminen zum Opfer fallen. Während der Arbeit sollten Sie außerdem alle halbe Stunde mal lüften, um die verbrauchte Luft im Raum mit frischer auszutauschen. Das macht die Gehirnzellen wieder fit.

3. Mittagspause machen

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zum hr-fernsehen.de Video Der Wahnsinn zwischen Home-Office und Homeschooling - Multitasking in Corona-Zeiten

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Was selbstverständlich klingt, ist im Homeoffice manchmal nicht möglich oder man vergisst sie sogar. Pausen sind genau dann besonders wichtig, wenn Sie glauben, keine Zeit für sie zu haben. Tragen Sie Ihre Mittagspause also ruhig in Ihren Outlook-Kalender oder Ihr Smartphone ein, damit sie daran erinnert werden und sie auch wirklich stattfindet. Übrigens, schnell nebenbei mal ein belegtes Brot vor dem PC hinunterzuschlingen zählt definitiv nicht als Mittagspause - nehmen Sie sich also die dafür vorgesehene Zeit, wechseln Sie für die Pause das Zimmer und setzen Sie sich für Ihre kleine gesunde Mahlzeit an den Esstisch. Das Telefon sollte an Ort und Stelle bleiben. Außerdem sollten Sie sich immer kurz bei Ihren Kollegen abmelden, damit Sie niemand sucht. Erstellen Sie sich einen Essensplan für die Woche und treffen Sie dafür morgens oder am Vorabend ein paar Vorbereitungen, wenn nötig.

4. Nacken schonen

Falls möglich, arbeiten Sie nicht den ganzen Tag am Notebook, sondern schließen Sie einen höhenverstellbaren Monitor an – Ihre Nackenmuskulatur wird es Ihnen danken. Dadurch vermeiden Sie ständiges Nach-unten-Schauen und eine bucklige Haltung, wodurch sich Ihr Nacken auf Dauer krampfhaft anspannt.

5. Finden Sie einen bequemen Platz

Nicht jeder hat einen ergonomischen Bürostuhl zuhause. Daher sollten Sie darauf achten, sich zumindest aufrecht und bequem an einen Tisch zu setzen. Am besten sitzen Sie auf einem Stuhl mit Arm- und Rückenlehne. Vermeiden Sie eine vornübergebeugte Sitzhaltung, arbeiten Sie nicht vom Sofa aus mit dem Notebook auf dem Couchtisch - oder gar vom Bett aus. Das erscheint die erste halbe Stunde sehr bequem, ist aber auf Dauer nicht nur schlecht für die Körperhaltung, sondern behindert auch Ihre Motivation. Achten Sie auch auf ausreichend Licht - je mehr Tageslicht Sie an Ihrem Arbeitsplatz zu Hause haben, desto besser. Denn Sonnenlicht als Lichtquelle spart nicht nur Stromkosten ein, sondern steigert erwiesenermaßen auch die Produktivität. Unzureichende Beleuchtung kann hingegen Kopfschmerzen, Konzentrationsschwierigkeiten und depressive Stimmung verursachen.

6. Stehen Sie regelmäßig auf

Sitzen ist das neue Rauchen, sagen Experten. Daher gilt, auch wenn Sie bequem sitzen: Regelmäßig aufstehen, am besten jede halbe Stunde für mindestens fünf Minuten. Wenn Sie kabellose Kopfhörer mit einem eingebauten Mikro besitzen, können Sie beispielsweise immer beim Telefonieren ein paar Schritte durch die Wohnung gehen. Oder konditionieren Sie sich darauf, sich immer nur eine Tasse Kaffee oder Tee zu machen, damit Sie aufstehen müssen, um Nachschub zu holen.

7. Klären Sie Fragen per Telefon, nicht nur per Mail

Wenn Sie mit Kolleg*innen etwas klären wollen, was Sie normalerweise im persönlichen Gespräch tun würden, schreiben Sie keine E-Mail oder Messenger-Nachricht, sondern rufen Sie an. Das geht viel schneller und Sie vermeiden eventuelle Missverständnisse. Wenn Zeit dafür bleibt: Am Telefon auch mal über Themen reden, die nicht direkt mit der Arbeit zu tun haben - gerade in der Pandemie braucht jeder Mensch soziale Kontakte, um zu funktionieren.

8. Trennen Sie Arbeit und Freizeit

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Zum Artikel auf hr-inforadio.de My Home is my Office - Wenn die Heimarbeit zum Standard wird

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Am selben Ort arbeiten, an dem man auch wohnt? Das führt bei einigen Menschen dazu, dass sie abends kein Ende finden. Um Arbeit und Freizeit zu trennen, ist daher auch eine Feierabendroutine hilfreich. Wenn Sie Ihren Arbeitstag also beenden, sollten Sie Ihren Rechner runterfahren und - wenn möglich - die Tür des Arbeitszimmers schließen. Wenn Sie Ihre Arbeitszeit wegen Kinderbetreuung stückeln müssen, sollten Sie dennoch das Notebook ausschalten, zuklappen und in die Schublade legen – und draußen eine Runde um den Block laufen.

9. Machen Sie sich Gedanken über Ihre Klamottenwahl

Vielen Menschen hilft es, auch im Homeoffice stets gepflegt und gut gekleidet zu sein. Sie richten sich her, als würden sie zur Arbeit gehen. Das hilft, den Arbeitsmodus einzulegen und richtig zu fokussieren. Andere wiederum fühlen sich in locker-legerer Kleidung wohler. Jeder sollte für sich selbst entscheiden, ob er lieber ein frisch gebügeltes Hemd oder ein bequemes T-Shirt tragen möchte. Bei reinen Telefoninterviews oder Absprachen mit Kolleg*innen via Zoom, Teams und anderen geschäftlichen Messenger-Tools sieht man sein Gegenüber ohnehin nicht, da nur die Stimme gehört wird. Brenzlich könnte es allerdings werden, wenn jemand vorschlägt, statt einer Telko spontan ein Video-Meeting zu machen. Dann müssen Sie sich fragen, ob Sie wirklich bereit sind, sich vor den anderen Teilnehmer*innen ungeschminkt, ungekämmt oder in der Jogginghose zu zeigen.

10. Wohnbereiche definieren

Zu guter Letzt sollten Sie Ihren eigenen Wohnraum betrachten, wenn Sie wissen, dass Sie für längere Zeit im Homeoffice tätig sein werden. Große Räume wirken schnell unruhig und die Möbel darin zusammengewürfelt. Besonders wenn der Raum vielseitig genutzt wird, etwa als Wohn-, Ess- und Arbeitsbereich. Für ein ruhiges Bild hilft es, einzelne Bereiche optisch abzugrenzen, um sich beim Arbeiten in heimischer Atmosphäre noch wohler zu fühlen. Der Homeoffice-Platz darf zum Beispiel einen anderen Wandfarbton haben als der Essbereich. Grüntöne sind dafür besonders geeignet, da ihnen konzentrationsfördernde Eigenschaften zugeschrieben werden. Teppiche grenzen zusätzlich ab.

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