Vorsätze

Viele gut gemeinte Vorsätze werden bereits nach drei Wochen wieder aufgegeben. Doch das muss nicht sein. Unsere Expertin, die Allgemeinmedizinerin Petra Bracht gibt den Tipp: Gute Vorsätze zur Gewohnheit machen.

1. Die richtigen Ziele

Der Vater der "smarten" Zielsetzung, der Berater George T. Doran definierte sie bereits 1981. Seitdem hat sich Arbeits- und Personalpsychologie immer wieder auf diese Strategie berufen. Ziele müssen demnach spezifisch, messbar, akzeptiert, realistisch und terminiert (kurz: smart) sein. Das bedeutet zusammengefasst: Mehr Sport oder weniger Zucker sind die falschen Vorsätze, zumindest was die Formulierung betrifft. Besser ist es eindeutige Ziele festzusetzen. Beispielsweise nur noch einmal am Tag etwas Süßes zu sich zu nehmen oder eine Stunde mehr in der Woche Sport zu treiben. Diese Ziele lassen sich messen und nachprüfen und sind deswegen auch einfacher einzuhalten.

2. Positiv bleiben

Verbote machen schlechte Laune. Positiv formulierte Ziele sind wesentlich motivierender. Statt also weniger Fett und Zucker im Essen, kann man sich vornehmen gesünder zu kochen und beispielsweise zu jedem Essen eine Gemüsebeilage einplanen.

3. Ziele festhalten

Motivierend ist es auch, sich die Ziele häufig zu vergegenwärtigen. Beispielsweise durch Klebezettel an Spiegel oder Kühlschrank. Auch seine Ziele online zu veröffentlichen ist ein Ansporn. Denn: wenn die eigenen Freunde erst einmal von den Vorsätzen wissen, fällt es schwerer diese wieder zu brechen.

4. Verbündete suchen

Gemeinsam ist man nicht nur weniger allein, sondern schafft auch eine ganze Menge mehr. Kennen Sie eine Freundin oder einen Bekannten, der sich ähnliche Vorsätze vorgenommen hat? Schließen Sie sich zusammen, so kann man sich in schwachen Momenten beistehen und sich gemeinsam über Etappenziele freuen.

5. Rückschläge einplanen

Auch wenn es in einer Woche mal nicht so klappt, trotzdem dranbleiben und weiter an den Erfolg glauben. Denn eine positive Einstellung hat einen großen Einfluss auf die Zielerreichung. Dabei kann ein sogenannter "Cheat Day" helfen. Hier erlaubt man sich, an einem Tag in der Woche gegen seine Vorsätze zu verstoßen. Einmal die Woche kann also nach aller Herzenslust geschlemmt oder das Sofa nicht verlassen werden. Dann fallen einem die restlichen sechs Tage  gleich etwas leichter.

hr1, hr1 am Vormittag, 14.01.2019, 9 Uhr

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