Corona-Tracking-App

Die Bundesregierung will mit Hilfe von Tracking der Handydaten effektiv und schnell Infektionsketten nachvollziehen können und Menschen warnen. Ein Beispiel aus Amerika zeigt, wie schnell aus einem lokalen Hotspot eine landesweite Verbreitung werden kann.

Um eine Pandemie wie Corona einzudämmen, ist schnelles Handeln nötig. Doch dazu müssen die Ämter auch wissen, mit wem die Patienten in den letzten 14 Tagen Kontakt hatten und wo sie sich bewegten.

Audiobeitrag

Audio

Loca-tag 'teaser_more_audio_sr' not found "Die App registriert alle engen Kontakte der letzten Tage"

Handyortungsdienste
Ende des Audiobeitrags

Das Tracken von Handydaten soll hierbei helfen. Mit Hilfe von Apps lässt sich ermitteln, wann und wo eine infizierte Person auf andere Menschen getroffen ist und sie womöglich angesteckt hat. Doch viele Deutsche sind um ihre Daten besorgt, wenn sie von Apps getrackt werden. Doch es gibt eine Lösung, die keinen Anlass für Bedenken gibt.

Gutes Beispiel aus Singapur

In Singapur zum Beispiel können die Menschen freiwillig eine App laden. Per Bluetooth tauschen sich die Smartphones dann aus. Die App merkt sich zustande gekommene Kontakte. Etwa, wenn sich Personen mehrere Minuten im selben Raum aufhalten. Das alles geschieht anonym. Rückschlüsse auf Personen sind nicht möglich. Keine Daten werden zentral gespeichert. Erst wenn jemand infiziert ist, werden die Kontakte ausgelesen. Das System informiert alle Betroffenen, die Kontakt mit der infizierten Person hatten. Aber niemand erfährt, wer wann wen getroffen hat.

Dieses System könnte nun auch in Deutschland zum Einsatz kommen. Es ist datenschutzrechtlich unbedenklich. Und es ist wirksam, wenn viele Menschen mitmachen.

Simulation zeigt, wie schnell sich Viren verbreiten können

Wie sich ein Virus verbreiten kann, zeigt eine Simulation des amerikanischen Unternehmens Tectonix. Am Beispiel eines einzigen Strandes in Florida, an dem sich während des Spring Breaks zahlreiche Studenten zum Feiern einfinden, hat das Unternehmen die Bewegungsprofile getrackt. Daran lässt sich erkennen, wie schnell und wie weit sich ein Krankheitserreger in Kürze ausbreiten kann.

Schauen Sie mal:

Want to see the true potential impact of ignoring social distancing? Through a partnership with @xmodesocial , we analyzed secondary locations of anonymized mobile devices that were active at a single Ft. Lauderdale beach during spring break. This is where they went across the US:

[zum Tweet mit Bild]

Sendung: hr1 am Mittag, 1.4.2020, 12-15 Uhr

Aktueller Song:
Lädt
Lädt
Lädt - Lädt
Lädt - Lädt
mit