Haustiere Hase Kind

Die Liebe zu unseren Haustieren kennt manchmal keine Grenzen. Wenn wir nach der Arbeit nach Hause kommen, werden Kaninchen, Katze und Co. erst mal fest geknuddelt. Das kann aber auch sehr gefährlich werden, wie Tierpathologe Prof. Achim Gruber weiß.

Über solche Haustier-Schicksale schreibt Prof. Achim Gruber in seinem Buch "Das Kuscheltier-Drama". Oft leiden die Haustiere nämlich stumm, weil Herrchen und Frauchen ihnen zu viel Liebe geben.

Als Tierpathologe kommt Gruber da häufig ins Spiel. Gerade, wenn der Hund, die Katze oder der Vogel plötzlich und unerwartet sterben, wollen viele Tierbesitzer wissen, warum. Sie lassen ihre Liebsten auf die Todesursache untersuchen. Professor Gruber leitet die Tierpathologie an der Freien Universität Berlin und hatte schon einige außergewöhnliche Fälle auf dem Seziertisch.

Herpes – der Todeskuss für das Kaninchen

Was viele nicht wissen: Kleintiere wie Kaninchen oder Chinchillas sind sehr anfällig für das Herpesvirus. Wenn sie sich infizieren, dann können sie sogar nach wenigen Tagen sterben, meist an einer Hirnhautentzündung. Gerade solche Hausiere sind beliebte bei Kindern. "Doch eben da liegt die Gefahr", sagt Gruber. Wenn Kinder Lippenherpes haben und die Tiere küssen, können sie diese anstecken.

Der Hund mit Östrogenvergiftung

Ein anderer kurioser Fall bei Prof. Gruber war ein Hund, der von seinem Frauchen oft gestreichelt wurde. Das Problem: Die Frau hatte sich für ihre Wechseljahrbeschwerden abends immer mit Östrogencreme eingerieben und dann mit ihrem Hund im Bett gekuschelt. Dies bewirkte, dass der Hund in der Folge sein Fell verlor und seine Hoden anfingen, zu schrumpfen. Zum Glück konnte der Arme aber behandelt werden.

haustiere Hund
Weitere Informationen

Dies sollten Sie beim Haustier-Kuscheln beachten:

  • Tiere ans Kuscheln gewöhnen: gerade Kleintiere, wie Kaninchen oder Meerschweinschen sind Fluchttiere. Sie müssen auch mal in Ruhe gelassen werden
  • Kein Kuscheln bei einer Herpes-Erkrankung
  • Regelmäßig Hände waschen., gerade vor dem Essen. Sonst können Parasiten oder Krankheitserreger auf uns übertragen werden. Die Eier der Fuchsbandwurms zum Beispiel können monatelang im Fell eines Hunde überleben.
  • Haustiere nicht als Partner- oder Kindesersatz ansehen, sondern artgerecht halten und artgerecht kuscheln
  • Insbesondere Kinder genau aufklären, wie und wie oft sie mit ihrem Haustier kuscheln dürfen. Meerschweinchen werden beispielweise nicht gerne angefasst. Das ist zu stressig für die Tiere und die Stresshormone sorgen für übergroße Nebennieren. Kaninchen oder Mäuse eignen sich da besser als erste Haustiere.
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Sendung: hr1, hr1 am Vormittag, 12.3.2019, 10 Uhr

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