Reinhard Spiegelhauer

Unser hr1-Kollege Reinhard Spiegelhauer reist aktuell durch Kalifornien und verfolgt die Corona-Situation in den USA hautnah. Was er von Trumps Einreisestopp für EU-Bürger hält und warum die Amerikaner bei Quarantäne-Maßnahmen massiv geschlampt hätten, erzählt er uns im Interview.

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Loca-tag 'teaser_more_audio_sr' not found hr1-Kollege über Corona in den USA: "Es ist schon eine ernste Angelegenheit"

US-Präsident Donald Trump hält eine Rede
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US-Präsident Donald Trump will ab Freitag, den 13. März, für die nächsten 30 Tage keine europäischen Ausländer mehr - mit Ausnahme der Briten - in die USA lassen. Unser Kollege Reinhard Spiegelhauer reist gerade durch Kalifornien und erlebt hautnah, dass das Virus mittlerweile auch in den USA angekommen ist: "Ich sehe auch hier Hamsterkäufe", erzählt uns Reinhard Spiegelhauer in "Koschwitz am Morgen" am Telefon.

"Überall stehen Desinfektionsspender herum, die Leute begrüßen sich mit dem Ellenbogen und gerade der Trump-kritische Fernsehsender CNN schürt schon ein bisschen Panik", so Spiegelhauer weiter.

"Die Amerikaner haben geschlampt"

Die Rede von Donald Trump zum verhängten Einreiseverbot für Europäer sieht Reinhard Spiegelhauer kritisch, da Donald Trump zum Teil "einfach Unfug" erzählt habe. Vor Kurzem sagte Trump noch, die USA hätten toll reagiert und das beste Gesundheitssystem weltweit. Sinngemäß sagte der Präsident vor Kurzem noch, das Virus werde von allein wieder verschwinden. Tatsache sei aber, "dass die Amerikaner gerade zu Anfang bei Quarantäne-Maßnahmen und bei Tests massiv geschlampt haben".

Einreiseverbot könnte Auswirkungen auf Ausreise haben

Ganz irrelevant ist das aktuelle Einreiseverbot auch für unseren hr1-Kollegen nicht. Er ist zwar schon im Land, möchte aber in einer Woche wieder ausreisen. "Doch wenn weniger Flüge aus Europa reinkommen, dann werden auch weniger Flugzeuge von hier nach Europa abfliegen", befürchtet er.

Ob sein Flug betroffen ist, konnte Reinhard Spiegelhauer noch nicht in Erfahrung bringen: "Ich bin nach 50 Anrufen bei meiner Airline immer wieder aus der Warteschleife geflogen." In Südkalifornien gebe es zwar bisher nur wenig bestätigte Fälle, dennoch fragt er sich, ob er am Ende unfreiwillig länger bleiben muss und in Quarantäne geschickt wird. "Ich hoffe natürlich, dass es nicht soweit kommt".

Sendung: hr1, hr1-Koschwitz am Morgen, 12.3.2020, 8 Uhr

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