Bilder Schweizerdeutsch-Deutsch Wörterbuch
Diese Begrüßung kennt wohl jeder, doch hält das Schweizerdeutsch auch für eingefleischte Kenner noch so einige Überraschungen bereit. Bild © Imago

Von A wie Abihäberli bis Z wie Zückerli. Ein Urlaub in der Schweiz stellt uns Deutsche vor einige sprachliche Barrieren. Deshalb folgt hier ein kleines hr1-Wörterbuch zum Thema Skifahren auf Schweizerdeutsch.

Schweizerdeutsch

Schweizerdeutsch ist eigentlich weder Sprache, noch Dialekt, sondern genaugenommen eine Sammelbezeichnung für alle in der Deutschschweiz gesprochenen Dialekte. Fast fünf Millionen Menschen sprechen es. Und doch sind Vielen Begriffe wie "Abihäberli", heißt so viel wie Verdauungsschnaps, oder "Zückerli", bedeutet Bonbon, komplett unbekannt. Damit Sie sich in Ihrem Skiurlaub in der Alpenrepublik in der original Mundart mitteilen und Pluspunkte bei den Einheimischen sammeln können, hier die wichtigsten Dialektvokabeln für Ihren Winderurlaub.

Wintersport

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Schneeweiße Berglandschaften laden an vielen Orten der Schweiz zum Wintersport ein. Bild © picture-alliance/dpa

Wer in einem der über 300 Skigebieten der Schweiz besagten Sport treiben will spricht statt vom Skifahren vom "Schkhina". Außerdem heißt Snowboardfahren "Snöbe", vom Schlittschuh laufen spricht der Schweizer als "Schlipfisälä" und Rodeln heißt natürlich "Schlittlä". Damit man mit dem Auto zur erwünschten Piste kommt werden die Straßen auch nicht einfach nur vom Schnee geräumt, sondern man spricht von der sogenannten "Schwarzräumung". Das kommt daher, dass die vom Schnee weiße Fahrbahn von ebendiesem befreit wird und danach wieder ihre teerfarbene, schwarze Farbe hat.

Après-Ski

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Mit dem ein oder anderen "Abihäberli" spricht es sich vielleicht sogar ein bisschen leichter auf Schweizerdeutsch. Bild © picture-alliance/dpa

Wer auf der Party-Piste eine gute Figur machen will, kann auf die Klassiker unter den Anmachsprüchen zurückgreifen wie "Kunnsch du hüfig do hära?" (Bist du öfters hier?) und "Hend miar üs vorher scho mol troffa?" (Haben wir uns vorher schon einmal getroffen). Man kann den oder die Auserwählte aber auch einfach auf einen Drink "ilada". Ein typischer Schweizer Schnaps ist der "Träsch" auch "Bätzi", ein Apfel oder auch Birnenschnaps. Aber Vorsicht, dieser hat bis zu 78 Prozent.

Abendessen

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Der geschmolzene Raclettekäse wird traditionsgemäß mit dem Messer vom Laib gestrichen. Bild © picture-alliance/dpa

Wenn Sie Raclette, Fondue und Rösti schon probiert haben, wie wäre es mit "Älplermagronen"? Eine Art Gratin aus Eierteigwaren wie beispielsweise Maccheroni, die mit Kartoffeln, Käse und Rahm gekocht und mit Röstzwiebeln und Apfelmus serviert werden. Eine weitere Spezialität sind "Hafenchabis" und "Stunggis", zwei Eintopfvarianten, die vor allem in der Zentralschweiz Tradition haben. Traditionell wird das Raclette in der Schweiz übrigens nicht mit Käsescheiben sondern mit einem Achtelstück eines Käselaibes zelebriert.

Wenn es um das "Guten Appetit!" wünschen geht, fühlt sich der Hesse übrigens wieder wie Zuhause. Das heißt nämlich "En guete!".

hr1, hr1 Koschwitz am Morgen, 16.1.2019, 5:00 Uhr

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