An einer Landstraße steht ein Warnschild für Krötenwanderung
Bild © picture-alliance/dpa

Dieser Tage setzen in Hessen im großen Stil die Krötenwanderungen ein. Wann und auf welchen Straßen Sie besonders Acht geben müssen, haben wir eine Expertin gefragt.

Ende Januar gab es im Frankfurter Raum wegen der warmen Temperaturen schon die ersten Wanderungen von Amphibien. Nun geht es richtig los: "Wenn die Temperaturen steigen und dann auch noch Regen dazukommt, sind das die Lieblingsbedingungen von Erdkröten, Molchen und Grasfröschen", so Annette Zitzmann von der Arbeitsgemeinschaft Amphibien- und Reptilienschutz in Hessen e. V. (AGAR).

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Die Tiere wandern jetzt nachts von ihren Landlebensräumen zu Gewässern, in denen sie laichen können. Dabei müssen sie oft Straßen überqueren und laufen Gefahr, überfahren zu werden. Vielerorts gibt es deshalb Krötentunnel und Zäune, die verhindern sollen, dass die Amphibien auf die Straße kommen.

Hier müssen Sie aufpassen

Wann und wo Autofahrer jetzt besonders aufmerksam sein sollten, haben wir Annette Zitzmann gefragt. Ihre Tipps:

  • Als Faustregel gilt: Ab plus fünf Grad Nachttemperatur werden die Tiere aktiv, umso mehr, je wärmer und feuchter es wird.
  • Besonders vorsichtig sollte man auf Landstraßen sein, die durch Waldgebiete führen und an denen es keine Krötenzäune gibt.
  • Die Tiere werden mit Einbruch der Dunkelheit, also gegen 20 oder 21 Uhr aktiv und bleiben es die ganze Nacht hindurch.
  • Die Wanderungsbewegungen gibt es überall in Hessen. Weniger betroffen sind städtische Gebiete und Höhenlagen, aber auch hier ist Vorsicht angebracht.
  • Die größten Wanderungen wird es in den nächsten zwei bis drei Wochen geben, aber auch danach könnten Sie nachts noch auf Erdkröten oder Grasfrösche & Co. treffen: Viele Arten wandern nach dem Laichen nämlich wieder zurück.

Der Naturschutzbund NABU informiert auf der Webseite amphibienschutz.de, wann und wo Kröten unterwegs sind. Hier und auf der Webseite von AGAR können Sie auch Amphibienfunde melden und sich informieren, falls Sie sich beim Schutz der Tiere engagieren wollen.

Sendung: hr1, hr1 am Vormittag, 12. März 2018, 10 Uhr

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