Barsch
Gefangene Barsche auf einem Fischkutter. Auch diese Fischart ist nicht mehr uneingeschränkt zu empfehlen. Bild © picture-alliance/dpa

Die Meere sind überfischt, Umweltsiegel wie das von MSC umstritten. Was können Verbraucher tun, um Fisch ökologisch bewusst zu konsumieren? Fischratgeber helfen beim Einkauf.

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Das MSC-Siegel soll bei Wildfischen darauf hinweisen, dass diese aus nachhaltiger Fischerei stammen. Doch die Regeln seien zu lasch, kritisieren mehr als 60 internationale Organisationen für Umwelt- und Meeresschutz. Sie äußern in einem gemeinsamen Brief erhebliche und wachsende Bedenken am Zertifizierungsverfahren der Marine Stewardship Council (MSC) und fordern zügige Nachbesserungen.

WWF und Greenpeace helfen mit Fischratgebern

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Das Gütesiegel MSC wurde übrigens vom WWF und dem Lebensmittelkonzern Unilever (Knorr, Lätta, Pfanni) gegründet

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Doch welche Fische kann man überhaupt noch bedenkenlos verzehren? Die Umweltschutzorganisationen WWF und Greenpeace bieten dafür Fischratgeber an. Maßgebliche Kriterien dafür sind die Fanggebiete, die Fangmethode und wie sehr der jeweilige Bestand gefährdet ist.

Die Speisefische werden in Kategorien wie "Gute Wahl", "Nur in Ausnahmen" und "Finger weg" einsortiert. Weil WWF und Greenpeace unterschiedliche Bewertungsmethoden anwenden, unterscheiden sich die Ratgeber allerdings bei einigen Fischarten. Im Vergleich ist festzustellen, dass Greenpeace strengere Bewertungsmaßstäbe ansetzt. Hier erhalten deutlich mehr Fische den Status "Finger weg, nicht nachhaltig!" Ausnahmslos uneingeschränkt empfehlen beide Organisationen nur den Karpfen.

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Empfehlungen von Greenpeace

Neben Karpfen sind nur Wels und Hering weitgehend bedenkenlos zu verzehren. Definitiv nicht auf dem Speiseplan stehen sollten folgende Arten: Aal, Alaska Seelachs, Dornhai (Schillerlocke), Flussbarsch, Rotbarsch, Blauer und Schwarzer Seehecht, Makrele, Steinbeißer
Zum Fischratgeber von Greenpeace geht es hier.

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Empfehlungen des WWF

Außer Karpfen, Wels und Hering kann man auch noch Regenbogenforelle, Heilbutt und Lachs essen. Verzichten sollte man auf Aal, Dornhai (Schillerlocke), Flunder, Thunfisch.
Zum Fischratgeber des WWF geht es hier.

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Sendung: hr1, hr1 am Vormittag, 7. Mai 2018, 10 Uhr

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