Emojis

Mehr als 3.000 Emojis gibt es schon und jährlich werden es mehr. Aber welche sind die beliebtesten, wie kann ich mein eigenes Emoji bekommen und welche Missverständnisse drohen? Diese Fragen beantworten wir hier.

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zum hr-fernsehen.de Video Heute ist Welt-Emoji-Tag – Was die Hessen am Smiley so fasziniert

maintower vom 16.07.2020
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Seit die bunten Symbole 2011 auf iPhones und 2013 auf Android-Smartphones verfügbar sind, haben sie einen unaufhaltsamen Siegeszug angetreten. Kein Handy oder Tablet kommt ohne Emojis aus. Das Wort stammt übrigens aus der japanischen Sprache und bedeutet "Bildschriftzeichen".

Erfunden wurden die Bildchen 1998 von dem Japaner Shigetaka Kurita. 2010 wurden die Zeichen weltweit normiert und in den Unicode aufgenommen - den internationalen digitalen Standard für alle bekannten Schriftzeichen und Textelemente.

So beantrage ich ein eigenes Emoji

Und an genau dieses Unicode-Konsortium muss man sich wenden, wenn man ein eigenes Emoji beantragen möchte. Das Konsortium mit Sitz in Kalifornien ist eine gemeinnützige Organisation, der unter anderem viele große Softwareunternehmen angehören.

Hat man einen Vorschlag für ein Emoji, muss man ein Online-Formular ausfüllen und einen Design-Vorschlag einreichen. Dabei sollte das Emoji bereits existierenden nicht zu sehr ähneln. Und es muss für sehr viele Menschen anwendbar sein. Hier geht es zum Emoji-Formular.

Nach der Bewertung aller Vorschläge wird die Auswahl der neuen Emojis durch Entwickler von Apple, Google und anderen Unternehmen ausgestaltet. Mit dem nächsten Software-Update kommen sie dann aufs Handy. In diesem Jahr sind das zum Beispiel das Schweizer Käsefondue, der Riesenvogel Dodo und ein Ninja. Man kann übrigens auch - gegen Gebühr - ein Emoji adoptieren.

Beliebteste Emojis

80 Prozent aller weltweit versendeten Emojis sind aber immer noch Smileys. Ganz vorne liegt der lachende Smiley mit tränenden Augen, gefolgt vom Herz und dem Smiley mit den Herzaugen. Die gesamte Top Ten sehen Sie auf diesem Bild (von links nach rechts, von oben nach unten).

Die beliebtesten Emojis

Achtung: Missverständnisse

Es gibt aber auch Emojis, die für Missverständnisse sorgen können. Je nachdem, in welchem Land oder Kontext sie verwendet werden. So gilt die Faust mit einem nach oben gestreckten Daumen bei uns als Zeichen von "Okay". In Griechenland und dem Mittleren Osten gilt diese Geste jedoch als obszön, in Australien sogar als Beleidigung.

Die gefalteten Hände, immerhin Platz sechs im Emoji-Ranking, sehen viele in einem religiösen Kontext. Jedoch nicht bei Muslimen, die nämlich mit offenen Händen beten. Dabei steht das aus Japan stammende Symbol für eine Bitte- oder Dankesgeste. Andernorts wird es als Zeichen für ein Abklatschen, ein "High five", genutzt.

Und auch Rockfans sollten aufpassen: Die Faust mit nach oben gestrecktem Zeige- und Ringfinger sowie abgewinkeltem Daumen steht in Italien, Brasilien, Griechenland, Portugal, Spanien, Kolumbien und Argentinien für Betrug. Ursprünglich kommt das Symbol aus den USA und wurde 2017 als "Love you" in den Unicode aufgenommen. Bei dem Symbol für "das rockt / du rockst" ist der Daumen nicht abgewinkelt, sondern Teil der Faust.

Sendung: hr1, hr1 am Mittag, 17.7.2020, 12-15 Uhr

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