Tatort Sonnenwende
Bauer Volkmar Böttger (Nicki von Tempelhoff, links) und Kommissar Friedemann Berg (Hans-Jochen Wagner) war früher enge Freunde. Bild © SWR/Benoît Linder

Spektakuläre Landschaftsaufnahmen können in diesem Fall nicht über eine schwache Story und eine löchrige Handlung hinwegtäuschen.

Ihr zweiter Fall führt das Freiburger Ermittlerduo Tobler und Berg (Eva Löbau und Hans-Jochen Wagner) wieder tief in den Schwarzwald. Familie Böttger betreibt dort einen Bauernhof, naturnah und bäuerlichen Traditionen verbunden. Dann stirbt plötzlich die älteste Tochter Sonnhild.

Kommissarin Tobler ist misstrauisch

Weil die Todesumstände rätselhaft sind, muss die Kriminalpolizei ermitteln. Während Berg vor allem Mitleid für seinen alten Freund Volkmar Böttger empfindet, ist Kollegin Tobler misstrauisch. Es gibt keine Handys. Auch die Töchter in Teenie-Alter haben keins.

Nach und nach deckt die Kommissarin Dinge über die Familie auf, die auch ihren Kollegen nachdenklich werden lassen. Wie gut kennt er seinen alten Freund wirklich?

Kontrapunkt zu Großstadtkrimis

Wie schon in ihrem ersten Fall stellt das Freiburger Team den Schwarzwald und seine Bewohner in den Mittelpunkt. Es gibt spektakuläre Landschaftsaufnahmen und der Tatort setzt so einen Kontrapunkt zu Großstadtkrimis aus Hamburg, Berlin oder Frankfurt.

Die Geschichte reißt einen allerdings nicht vom Hocker und weist doch einige logische Lücken auf. Nicht nachvollziehbar etwa, wie blauäugig Kommissar Berg den völkischen Umtrieben seines Freundes Volkmar begegnet. Das Urteil von hr1-Tatort-Experte Philipp Münscher lautet deshalb: 2 von 5 Blaulichtern.

Der Tatort "Sonnenwende" läuft am 13. Mai 2018, 20:15 Uhr im Ersten.

Sendung: hr1, hr1 am Vormittag, 11. Mai 2018, 10 Uhr 

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