Wespe beim Bestäuben einer Blume
Eine Wespe nascht an einem Marmeladenbrötchen. Bild © Colourbox.de

Sie gelten als Plagegeister, die es auf unser Essen abgesehen und einen einen gefährlichen Stachel haben. Dabei sind Wespen friedfertige und nützliche Insekten.

Taucht eine Wespe auf, versetzt sie uns in hektisches Hauen, Schlagen, Wedeln. Doch von den hundert weltweit bekannten Wespenarten und 16 in Deutschland verbreiteten Arten sind nur zwei tatsächlich lästige Plagegeister:

  • die "Gemeine Wespe", auch als "Erdwespe" bekannt, und die "Deutsche Wespe"

Die Erdwespe rückt uns bei der Arbeit im Garten, auf dem Feld oder im Weinberg auf den Leib, wenn wir ihrem Nest in einer Erdhöhle zu nah kommen. Im Gegensatz zu anderen Wespenarten sucht sie die Nähe zu Menschen und ist schneller bereit, zuzustechen, wenn sie sich bedroht fühlt. Sie nistet bevorzugt in dunklen Hohlräumen und im Boden.

Auch die "Deutsche Wespe" versteckt sich gerne in dunkeln Hohlräumen wie etwa Rolladenkästen oder unter Dachziegeln. Diese Wespenart steuert unseren Frühstückstisch an, weil sie auf der Suche nach zuckerhaltiger Kost für ihre Königin und eiweißreicher Nahrung für ihren Nachwuchs ist. Deshalb werden Wespen von Kuchen und süßen Getränken ebenso angezogen wie von Wurst und Fleisch. Als Ablenkung vom Frühstücksteller werden halbierte Weintrauben empfohlen, die in entsprechenden Abstand platziert, die ungebetenen Mitesser vom Leib halten sollen.

Schädlingskiller und "fleißiges Bienchen"

Wespen sind übrigens sehr nützliche Wesen: Ebenso wie Bienen und Hummeln bestäuben sie Blüten und steuern ihren Beitrag zur Obsternte bei. Als Außerdem vertilgen sie eine Menge Insekten und helfen dem Menschen dabei, die Schädlinge im Garten einzudämmen.

Sozial und um den Nachwuchs besorgt

Wie auch Bienen leben die meisten Wespenarten "sozial" in einem Staat mit einer Königin. Diese muss im Herbst mit reichlich Zucker als Energielieferant versorgt werden, um den Winter zu überstehen. Deshalb sammeln Wespen für sie Nahrung, nachdem der eigene Nachwuchs versorgt und herangewachsen ist. Im Gegensatz zu Bienen bauen Wespen ihre Waben nicht aus selbst produziertem Wachs, sondern aus gesammeltem Holz. Sie hängen als Etagen übereinander.

Hornissen sind die größte Wespen

Die größte Wespenart mit bis zu vier Zentimetern Körperlänge ist die Hornisse. Sie zählt zur Gattung "Echte Wespen". Hornissen bauen große Nester in hohlen Bäumen, auf Dachböden, Scheunen, Geräteschuppen und dunklen Hohlräume und nur selten in Erdhöhlen. Als einzige Wespenart sind Hornissen auch nachts unterwegs. Daher trifft man sie zum Beispiel an erleuchteten Fenstern, Hausbeleuchtungen oder Lichterketten an.

Übrigens: Hornissen sind weitaus weniger angriffslustig als ihre kleineren Artgenossen. Fühlt sich eine Hornisse bedroht, setzt zunächst ihr Fluchtreflex ein. Und wenn sie doch mal zusticht, gelangt dabei wesentlich weniger Gift in die Wunde als bei einem Wespenstich. Auch die Giftwirkung ist weniger stark.

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Mehr zum Thema: Wie Sie Wespen Paroli bieten

Sendung: hr1, Koschwitz am Morgen, 15.8.2018, 5 Uhr

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