Ebay und Paypal-Logos

In nur wenigen Klicks hat man sein Schnäppchen gekauft oder das ausgediente Gerät verkauft: Über Online-Marktplätze wie Ebay können Waren schnell und unkompliziert ge- und verkauft werden. Doch häufig werden Käufer und Verkäufer im Netz betrogen.

Der Ablauf ist fast immer der gleiche: Es wird ein Artikel mittels Sofort-Kauf oder eines Bezahldienstes gekauft. Erst wenn die Ware nicht geliefert wird, fliegt der Betrug auf. Doch die Täter sind schwer ausfindig zu machen.

Die Accounts, über die die vermeintlichen Verkäufer die Waren anbieten, sind oft gehackt. Genauso wie die Bankkonten oder Paypal-Accounts, auf die das Geld überwiesen werden soll. So ist es für potenzielle Käufer im Vorfeld umso schwieriger, betrügerische Angebote zu identifizieren, denn es werden oft Konten gehackt, die hunderte positive Bewertungen haben.

Abzocke auch als Verkäufer möglich

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Loca-tag 'teaser_more_audio_sr' not found Rückblick auf 25 Jahre Ebay

Golf vom Papst auf Ebay
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Betrüger versuchen in letzter Zeit vermehrt, das Online-Bezahlsystem Paypal für ihre Zwecke zu missbrauchen. Um sich vor Kriminellen zu schützen, sollte man am besten hellhörig werden, wenn sich potenzielle Käufer außerhalb der Plattform melden. Der vermeintliche Kunde erläutert per SMS oder Messenger-Nachrichten, dass er am Produkt interessiert sei, sich aber extra schnell außerhalb der Plattform melde, da er den Artikel dringend benötige.

Nach Übergabe der Bankdaten wird dem Verkäufer ein gefälschter Screenshot der Überweisung geschickt mit der Bitte einer schnellen Versendung. Doch ist der Artikel erst verschickt, ist er weg und Geld ist auch keines auf dem Konto eingegangen.

Andere Masche - ähnlich dreist

Bei einer anderen Art der Abzocke erhalten Verkäufer Angebote von Käufern aus dem Ausland. Diese möchten das Produkt nach Hause geliefert bekommen und schicken dem Verkäufer einen Scheck. Darauf ist allerdings ein deutlich höherer Betrag ausgewiesen als vereinbart. Der Käufer bittet nun darum, die Differenz auf das Konto zurück zu überweisen.

Das Problem: Der Scheck ist nicht gedeckt. Dies fällt meist erst später auf, da Banken in der Regel den Betrag vorbehaltlich der Prüfung zahlen. Kommt nach der Prüfung der Betrug ans Licht, wird die Summe einfach zurückgebucht. Die vermeintliche Differenz zum Kaufpreis ist dann oft schon überwiesen und der Verkäufer bleibt auf dem Verlust sitzen.

Sendung: hr1, hr1 am Vormittag, 22. Juli 2019, 9 Uhr

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