Simulation eines Meteoriteneinschlags

Seit Entstehung der Erde ist unser Planet dem Untergang ein paar mal nur knapp von der Schippe gesprungen. Lesen Sie hier die Zeittafel der dramatischsten und heftigsten Meteoriteneinschläge der Erdgeschichte.

  • Vor 4,5 Milliarden Jahren kollidierte ein Planetoid in der Größe des Mars mit der noch jungen Erde. Aus den Trümmern dieser Katastrophe entstand der Mond.
  • Nur 500 Millionen Jahre später bombardierten Riesenmeteoriten die Erde. Die Erdatmosphäre ist quasi der Rauch, der nach diesem Bombardement übrig blieb.
  • Springen wir 2,3 Milliarden Jahre zurück: Ein Riesenmeteorit schlägt im heutigen Südafrika ein. Der größte heute bekannte Krater mit 300 Kilometern Durchmesser ist die heute noch sichtbare Folge.
Der Vredefort-Krater
  • In Ontario/ Kanada kollidierte vor 1,8 Milliarden Jahren wieder ein Riesenmeteorit mit der Erde. Er hinterließ den zweitgrößten bekannten Krater mit rund 250 Kilometern Durchmesser.
  • Gut 1,2 Milliarden Jahre später traf ein Riesenmeteorit das heutige Australien und hinterlässt einen hundert Kilometer breiten Krater. In diesem Krater befindet sich heute der Acraman-See.
  • Ein weiterer Meteorit verwüstete vor 368 Millionen Jahren Skandinavien und Nordeuropa. Der sogenannte Siljan-Krater in Schweden misst heute 55 Kilometer.
Der Siljan-Krater in Schweden.
  • Vor 364 Millionen Jahren hinterlässt ein extrem großer Meteorit den 120 Kilometer breiten Woodleigh-Krater in Australien.
  • In Kanada schlug vor 290 Millionen Jahren ein Doppelmeteorit zwei dutzende Kilometer breite Krater in die Erde - dort befinden sich heute die Clearwater Lakes.
  • Und noch einmal Kanada: Ein Riesenmeteorit formte 80 Millionen Jahre später den 100 Kilometer breiten ""Ring von Manicouagan", mit einer der größten Aussterbewellen der Geschichte als Folge.
Der "Ring von Manicouagan" in Kanada.
  • Hätte es die USA vor 66 Millionen Jahren schon gegeben, sie wären beim Einschlag eines Meteoriten im heutigen Manson in Iowa mit einem Mal vom Erdboden gefegt worden. Heute zeugt ein 35 Kilometer breiter Krater von diesem Ereignis.
  • Nur eine Million Jahre später löschte ein Meteoriteneinschlag bei Chicxulub/ Mexiko 75 Prozent aller Arten aus - Das Ende der Dinosaurier.
  • Vor 35 Millionen Jahren gräbt ein Metoriteneinschlag die 85 Kilometer lange Chesapeake Bay im heutigen Virginia/ USA. Etwa zur selben Zeit findet im heutigen Russland einer der schwersten Einschläge der Erdgeschichte statt: Der zurückbleibende Popigai-Krater ist 100 Kilometer breit.
Der Popigai-Krater in Russland.
  • Im bayerischen Landkreis Donau-Ries und dem Ostalbkreis in Baden-Württemberg, wo heute das Nördlinger Ries ist, schlug vor 15 Millionen Jahren ein Meteorit ein und hinterlässt einen noch immer erkennbaren 24 Kilometer breiten Krater.
  • Vor 49.000 Jahren formt ein eiserner Meteorit den berühmten, 1200 Meter breiten Barringer-Krater in Arizona. Sein beeindruckendes Aussehen liegt daran, dass er im Vergleich zu anderen Kratern mit knapp 50.000 Jahren relativ jung ist und keinen großen Erosionen zum Opfer fiel.
  • 1947 zerplatzt im Sichote-Alin-Gebirge, nördlich von Wladiwostok/ Russland, ein eisenhaltiger Meteorit, der heller als die Sonne erschien. Daraufhin regnete es Eisenblöcke. Der Vorfall gilt als einer der spektakulärsten der Moderne.
Der Barringer-Krater in Arizona.
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Loca-tag 'teaser_more_audio_sr' not found Meteoriteneinschlag in Limburg - dreitätige Übung des THW

Meteorit
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Sendung: hr1, hr1-Koschwitz am Morgen, 23. August 2019, 5-9 Uhr

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