Wespen

Wenn es im Sommer warm und trocken ist, sind besonders viele Wespen unterwegs. Wie Sie die nervigen Biester am besten fern halten und was hilft, wenn Sie gestochen wurden, lesen Sie hier.

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Loca-tag 'teaser_more_audio_sr' not found "Wespen auf keinen Fall anpusten!"

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Kaum steht der leckere Kuchen auf dem Tisch, sind die ungebetenen Gäste auch schon zur Stelle: Scharenweise stürzen sich gierige Wespen auf die süßen Teile und laben sich dann auch noch an der Apfelschorle.

Wespen im Anflug? So verhalten Sie sich richtig

Knapp 70 Prozent der Insektengiftallergien werden durch Wespen ausgelöst. Einen Stich vermeidet man am besten, indem man Ruhe bewahrt. Damit Sie im Freien von den ungebetenen Gästen möglichst komplett verschont bleiben, haben wir hier für Sie weitere Tipps von Experten zusammengetragen:

  • Wespen stechen, sobald sie sich bedroht fühlen. Deshalb: Vermeiden Sie am Kaffeetisch und beim Grillen hektische Bewegungen. Bleiben Sie ruhig und schlagen Sie nicht um sich.
  • Ebenfalls nicht ratsam: das Wegpusten der Tiere. Denn: das in Ihrem Atem enthaltene Kohlendioxid gilt im Wespennest als Alarmsignal und macht sie aggressiv.
  • Mit der Deutschen und der Gemeinen Wespe bevorzugen nur zwei der acht heimischen Wespenarten Süßspeisen und Fleisch. Deshalb: Decken Sie Ihr Essen im Freien immer ab.
  • Um beim Essen von den kleinen Biestern nicht gestört zu werden, empfiehlt sich die sogenannte Ablenkfütterung. Tipp: überreife Weintrauben oder Honigmelone mit Schinken in fünf bis zehn Metern Entfernung halten die Wespen am besten fern. Klappt aber nicht immer, da Wespen ihren eigenen Kopf haben.
  • Bespritzen Sie einzelne Wespen mit Wasser: eine einfache Sprühflasche ist das beste Mittel bei Tisch, ein paar gezielte Spritzer reichen. Dann fliegen sie weg.
  • Putzen Sie bei Kindern nach dem Essen Finger und Mundwinkel ab.
  • Trinken Sie vor allem bei süßen Getränken und Dosen mit einem Strohhalm.
  • Ernten Sie Fallobst früh, damit Wespen nicht durch herunter gefallenes Obst angezogen werden.
  • Die kleinen Insekten können von Gerüchen wie Parfüms, Cremes, Polituren oder auch menschlichem (Angst-)Schweiß angezogen werden. Außerdem fliegen Sie gerne auf bunte Kleidung. Also: nicht zu bunt kleiden.
  • Um die Hautflügler aus dem Haus zu halten, empfiehlt es sich, Fliegengitter mit einer Maschenweite kleiner als drei Millimeter anzubringen.
  • Wenden Sie sich an Fachkundige, wenn sich Wespennester an einer ungünstigen Stelle angesiedelt haben.
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So reagieren Sie bei einem Stich richtig

Falls Sie trotz der Tipps gestochen wurden, haben wir folgende Empfehlungen für Sie:

  • Die Stiche bedeuten unter normalen Umständen für Nicht-Allergiker keine ernste Gefahr für die Menschen, sind aber dennoch schmerzhaft. Dabei kann es durch die Giftstoffe der Tiere zu örtlichen Entzündungsreaktionen kommen.
  • Der Entzündung können Sie mit Eis und Insektencremes entgegenwirken.
  • Legen Sie frische Zwiebelringe auf die wunde Stelle oder tragen Sie etwas Alkohol auf
  • In der Apotheke gibt es spezielle Insekten-Stifte, die das Wespengift unter der Haut sofort zerstören: auf 50 Grad erhitzen, ein paar Sekunden drauf drücken, fertig.
  • Unangenehmer wird es, wenn beim Trinken eine Wespe verschluckt wurde. Durch den Stich kann die Zunge oder die Speiseröhre stark anschwellen und die Atmung stark beeinflussen - suchen Sie in solchen Fällen sofort einen Arzt auf und kühlen Sie bis dahin ebenfalls mit Eis.
  • Bei Allergikern kann ein Stich ebenfalls Atemnot, Hautausschlag und Schwindel verursachen. Wenn Ihnen die Allergie bekannt ist, sollten Sie immer ein Notfallmedikament dabei haben. Sollte das nicht der Fall sein, ist es ratsam, sofort einen Arzt aufzusuchen.

Sendung: hr1, hr1 am Vormittag, 7.8.2020, 9-12 Uhr

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