Wespen
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Dank des warmen und trockenen Wetters sind in diesem Sommer besonders viele Wespen unterwegs. Wie Sie die nervigen Biester am besten fern halten und was hilft, wenn Sie gestochen wurden, lesen Sie hier.

Kaum steht der leckere Kuchen auf dem Tisch, sind die ungebetenen Gäste auch schon zur Stelle: Scharenweise stürzen sich gierige Wespen auf die süßen Teile und laben sich dann auch noch an der Apfelschorle.  Damit Sie im Freien von den ungebetenen Gästen möglichst komplett verschont bleiben, haben wir hier für Sie Tipps von Experten zusammengetragen:

  • Wespen stechen, sobald sie sich bedroht fühlen. Deshalb: Vermeiden Sie am Kaffeetisch und beim Grillen hektische Bewegungen. Bleiben Sie ruhig und schlagen Sie nicht um sich.
  • Ebenfalls nicht ratsam: das Wegpusten der Tiere. Denn: das in Ihrem Atem enthaltene Kohlendioxid gilt im Wespennest als Alarmsignal.
  • Mit der Deutschen und der Gemeinen Wespe bevorzugen nur zwei der acht heimischen Wespenarten Süßspeisen und Fleisch. Deshalb: Decken Sie Ihr Essen im Freien ab.
  • Um beim Essen von den kleinen Biestern nicht gestört zu werden, empfiehlt sich die sogenannte Ablenkfütterung. Tipp: überreife Weintrauben oder Honigmelone mit Schinken in fünf bis zehn Metern Entfernung halten die Wespen am besten fern.
  • Putzen Sie bei Kindern nach dem Essen Finger und Mundwinkel ab.
  • Trinken Sie vor allem bei süßen Getränken und Dosen mit einem Strohhalm.
  • Ernten Sie Fallobst früh, damit Wespen nicht durch herunter gefallenes Obst angezogen werden.
  • Die kleinen Insekten können von Gerüchen, wie Parfüms, Cremes, Polituren oder ähnlichen Düften angezogen werden. Außerdem fliegen Sie gerne auf bunte Kleidung. Also: nicht zu bunt kleiden.
  • Um die Hautflügler aus dem Haus zu halten, empfiehlt es sich, Fliegengitter mit einer Maschenweite kleiner als drei Millimeter anzubringen.
  • Wenden Sie sich an Fachkundige, wenn sich Wespennester an einer ungünstigen Stelle angesiedelt haben.
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So reagieren Sie bei einem Stich richtig

Falls Sie trotz der Tipps doch gestochen wurden, haben wir folgende Empfehlungen für Sie:

  • Die Stiche bedeuten unter normalen Umständen für Nicht-Allergiker keine ernste Gefahr für die Menschen, sind aber dennoch schmerzhaft. Dabei kann es durch die Giftstoffe der Tiere zu örtlichen Entzündungsreaktionen kommen.
  • Der Entzündung können Sie mit Eis und Insektencremes entgegenwirken.
  • Unangenehmer wird es, wenn beim Trinken eine Wespe verschluckt wurde. Durch den Stich kann die Zunge oder die Speiseröhre stark anschwellen und die Atmung stark beeinflussen - suchen Sie in solchen Fällen sofort einen Arzt auf und kühlen Sie bis dahin ebenfalls mit Eis.
  • Bei Allergikern kann ein Stich ebenfalls Atemnot, Hautausschlag und Schwindel verursachen. Wenn Ihnen die Allergie bekannt ist, sollten Sie immer ein Notfallmedikament dabei haben. Sollte das nicht der Fall sein, ist es ratsam, einen Arzt aufzusuchen.

Mehr zum Thema: Wespen - nützliche Insekten mit schlechtem Ruf

Sendung: hr1, hr1 am Vormittag, 15.8.2018, 10 Uhr

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