Tatort "Maleficius"

Ein Rollstuhl steht am Ufer des Rheins. Sein Besitzer ist verschwunden, nur eine Brieftasche ist zurückgeblieben. Ein Suizid? Ein tragischer Unfall? Oder doch ein Verbrechen?

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„Die Story ist konstruiert und leicht durchschaubar. Aber sie regt zum Nachdenken an.“ Zitat von hr1-Tatort-Experte Philipp Münscher
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Tatort: "Maleficius" aus Ludwigshafen
Kommissare: Lena Odenthal (Ulrike Folkerts), Johanna Stern (Lisa Bitter)
Regie: Tom Bohn
Termin: So., 8.9.2019, 20:15 Das Erste

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Lena Odenthal
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Was habe eine Bande von Autoschraubern, ein Professor für Gehirnchirurgie und zwei Kriminalkommissarinnen gemeinsam? Sie alle spielen mit am Sonntag im neuen Tatort aus Ludwigshafen. In "Maleficius" geht es um die schöne neue Welt der Maschinenmenschen. Boahh, bei diesem "Tatort"-Einsatz ist sie aber mal wieder richtig geladen: Die Augen blitzen, die Fäuste sind geballt.

Den Vorzimmerdrachen bezwingen

Wenn ihr jemand blöd kommt, so wie eine zickige Chefsekreträrin des Forschungsinstituts, lässt Frau Odenthal gerne auch mal die toughe Kommissarin raus. Denn sie will unbedingt den Chef sprechen, den ehrgeizigen Hirnforscher Professor Bordauer. Der vermisste Rollstuhlfahrer war bei ihm in Behandlung.

Gleich drei Verdächtige auf einmal ...

So richtig überzeugend kommt der renommierte Hirnforscher aber nicht rüber. Weshalb Lena Odenthal ihn auch weiter verdächtig findet. Sehr verdächtig findet ihre Kollegin Johanna Stern dagegen Ali Kaymaz: Ein zwielichtiger Typ, dem eine Autotuner-Werkstatt gehört. Der Vermisste hat bei ihm gearbeitet.  

... und eine Tote aus dem Rhein

Wo aber ist Rollifahrer Pirchner hin? Im Rhein? Mord? Selbstmord? Während seine Leiche unauffindbar bleibt, wird aber die der Ärztin Marie Anzell angeschwemmt. Und wo hat die Ärztin gearbeitet? Richtig, auch bei Bordauer! Dass der smarte Professor seine Finger im Spiel hat, liegt auf der Hand. Der träumt derweil von der Verschmelzung des menschlichen Gehirns mit künstlicher Intelligenz – dem Maschinenmenschen.

Ein Thema, das zum Nachdenken anregt

Künstliche Intelligenz war schon häufiger ein Thema im Tatort. Die Ludwigshafener gehen noch einen Schritt weiter, indem sie moderne Hirnforschung mit einbauen. Das Ganze geht aber leider nicht so wirklich auf. Die Story ist konstruiert und leicht durchschaubar, Sebastian Bezzel als Hirnforscher eine Fehlbesetzung. Zu jugendlich und unglaubhaft wirkt er in einer solchen Rolle. Aber der Film regt zum Nachdenken an. Denn irgendwann wird die Forschung soweit sein, irgendwann werden sich alle mit der Frage auseinandersetzen müssen, wie Lena Odenthal.

Trotzdem: "Maleficius" ist mit 2 von 5 Blaulichtern noch gut bedient!

hr1-Tatort-Experte Philipp Münscher vergibt für diesen Fall zwei Blaulichter.

Sendung: hr1, hr1 am Vormittag 06.09. 2019, 9 Uhr

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