Er ist der Stammverteidiger der Frankfurter Hells Angels, jüngst war er Verteidiger im S&K-Betrugs-Prozess, wo es um Hunderte von Millionen Euro ging, aber sein eigentliches Metier ist die "Königsklasse der Strafverfahren": Über 200 Mörder und Totschläger hat der Frankfurter Anwalt Uli Endres schon verteidigt.

Sein wohl spektakulärster Fall war das Verfahren gegen den Jurastudenten Magnus Gäfgen, der den elfjährigen Bankierssohn Jakob von Metzler entführt und ermordet hatte. Im hr1-Talk gewährt Uli Endres Einblicke in die mörderischen Abgründe der menschlichen Seele.

Unser Gast in drei Sätzen

Dr. Ulrich Endres

Uli Endres kam 1945 in einem Gestapo-Keller zur Welt: Die Familie war von den Nazis in Sippenhaft genommen worden, weil sein Vater Zwangsarbeitern geholfen hatte. Jura studierte er auf Empfehlung seines damaligen Deutschlehrers: "Junge, du fabulierst zu viel, da muss Ordnung rein. Studier' lieber Jura statt Germanistik." 1972 eröffnete er seine Kanzlei im Frankfurter Westen.

Darum geht’s im hr1-Talk

Uli Endres begründet, weshalb seiner Ansicht nach jeder (und jede) zum Mörder werden kann. Er verrät, von wem er im Gerichtssaal schon mit dem Tode bedroht wurde. Er schildert, wie er sein Leitmotiv umsetzt: "Ich leihe meinen Mandanten Zunge und Hirn, aber niemals das Herz." Und der Mann, der sagt: "Was ein Mensch alles machen kann, ist grausam", gibt zugleich ein Plädoyer ab: "Das Leben ist schöner, als viele es glauben!"

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Dr. Ulrich Endres
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