Er hat ganz links angefangen, politisch betrachtet: Beim Magazin "konkret", bei dem als Kolumnistin die spätere Terroristin Ulrike Meinhof schrieb. Heute ist er Herausgeber der Tageszeitung "Die Welt", verlegt vom Springer-Verlag, einem der beliebtesten Feinde der damaligen 68er. Dazwischen liegt mehr als ein halbes Jahrhundert, und Stefan Aust sagt: "Die Zeiten ändern sich!"

Unser Gast in drei  Sätzen

Aufgewachsen ist Stefan Aust auf einem Bauernhof im norddeutschen Stade mit Kühen , Pferden – und der ein oder anderen Ratte, die durch die Kloschüssel kroch. Schon als Schüler war er der "Mini-Augstein" mit dem Berufswunsch "Spiegel-Chefredakteur". Das hat dann über die  – unter anderen -  Zwischenstationen "Sankt-Pauli-Nachrichten" und das politisch weit links stehende Magazin "konkret" auch geklappt.

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Stefan Aust und Uwe Berndt

Stefan Augstein definiert die Aufgabe der Journalisten: "Es sind Fehlergucker!" Er definiert sich selbst: "Ich bin überdurchschnittlich durchschnittlich" – und erläutert, welchen Vorteil das in seinem Beruf hat. Und er definiert seine Maxime: "Sagen, was ist, und nicht sagen, was sein sollte!"

Studentenrevolte der sechziger, Terror der siebziger und achtziger Jahre, Wiedervereinigung und Flüchtlingsstrom - als Stefan Aust die Unterlagen zu seiner Autobiografie ordnete, fühlte er sich im Rückblick etwas wie Forrest Gump: "Ein bisschen blöd, aber immer dabei!"

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Informationen zum Buch:

"Zeitreise", die Autobiografie von Stefan Aust
erschienen im Piper-Verlag
656 Seiten, 26 Euro

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