Eine schwarze Deutsche, die weiße deutsche Kinder unterrichtet, und das unter anderem im Fach Deutsch: Florence Brokowski-Shekete war schon während ihrer Jahre als Lehrerin etwas Besonderes. Das Außergewöhnliche gilt für die Pädagogin weiterhin: Sie ist, mit Dienstort Mannheim, die erste schwarze Schulamtsdirektorin Deutschlands. Im hr1-Talk erzählt sie von ihrer Karriere und dem beschwerlichen Weg dorthin.

Unser Gast in drei  Sätzen

Marion Kuchenny und Florence Brokowski-Shekete

Ihre leiblichen Eltern waren stark in ihr Studium eingebunden, darum kam die kleine Flori - eigentlich Florence Olatunde Gbolajoko Oluwadamilare - Ende der Sechziger Jahre zu ihrer Pflege-"Mama" in Norddeutschland. Und dort wuchs sie richtig deutsch auf. Daran konnte auch ein dreijähriger Aufenthalt in Nigeria, der Heimat von Vater und Mutter, nichts ändern.

Darum geht’s im hr1-Talk

Es geht um typisch Deutsches: um ein kleines Mädchen, das in von der "Mama" genähten Röcken herumtobt und Brathähnchen mit Rotkraut und Klößen liebt. Es geht um haarige Probleme: Was macht ein Teenager, für den die Frisur- und Schminktipps aus der "Bravo" nicht passen, weil er schwarz ist? Und es geht um Vorurteile, Nachteile, aber auch Teilhabe und Zuspruch, die Florence Brokowski-Shekete in Deutschland erlebte und erhielt, bis heute.

"Ich sehe mich als Brückenbauerin", sagt Florence Brokowski-Shekete. Darum auch hat sie ihr Leben als sowohl typische wie auch untypische Deutsche in Buchform gebracht. "Mist! Die versteht mich ja - Aus dem Leben einer schwarzen Deutschen" lautet der Titel.

Weitere Informationen

Infos zum Buch:

  • "Mist! Die versteht mich ja - Aus dem Leben einer schwarzen Deutschen" von Florence Brokowski-Shekete
  • Orlanda Buchverlag
  • 22,- Euro
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Zum Artikel “Ich sehe mich als Brückenbauerin“ | Florence Brokowski-Shekete, Pädagogin und Autorin

Florence Brokowski-Shekete
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