Der Hessische Rundfunk hat die Aktion "Bühne frei!" ins Leben gerufen, um die hessische Musikszene in den harten Zeiten ohne Liveauftritte zu unterstützen. hr1 präsentiert Ihnen heute Daniela May, Evou, Nico Laska und Lupid.

Daniela May aus Biebergemünd Wirtheim

Daniela May

"Mit Corona wurden alle Auftritte nach und nach abgesagt- die Nebeneinnahmen zum Studium sind dadurch leider ausgefallen... statt mit Singen verdiene ich mein Taschengeld gerade wieder als Erzieherin, was ich vor meinem Studium in Vollzeit gemacht habe. Ich sehne mich nach Bühnensound und Live-Performance und das endlich mal wieder was los ist. Danke für eure coole Idee!!"

Evou aus Wiesbaden

Evou

Evou sind Doro Idahor und David Christ: "Vor Corona waren wir beide mit unserer Band Phimus regional erfolgreich und haben neben zahlreichen Konzerten auch Eigenkompositionen veröffentlicht. Da Auftritte durch Corona nicht mehr möglich waren, hat die Pandemie also indirekt unsere Band aufgelöst.

Auch vor Corona sind David und ich, wenn der Rest nicht verfügbar war, zu zweit aufgetreten. Dadurch kam die Idee, zu zweit weiter zu machen. Als schwarze Frau schreibe ich in meinen Songs natürlich auch aus einer intersektional diskriminierten Perspektive. Rassismus und der Umgang mit schwierigen Lebenssituationen sind oft teil der Songs. In den nächsten Monaten wird Evou's erste Single erscheinen und im weiteren Verlauf das Album, an dem wir gerade arbeiten."

Nico Laska aus Effolderbach / Ortenberg

Nico Laska

"Die Pandemie hat mich im wohl ungünstigsten moment meiner Musikalischen Karriere getroffen. 2019 war ich noch auf Vorgruppe von Wincent Weiss auf Tour und durfte vor tausenden von Menschen spielen, am 10 Januar 2020 der Release meiner Single Bye Bye und eine ausverkaufte Show im Nachtleben in Frankfurt. Ende Januar als Vorgruppe von Flash Forward in ganz Deutschland auf Tour gewesen und dann stoppt die Pandemie alles.

Die Pandemie ist für viele Musiker, die wie ich hauptsächlich live Künstler sind, eine enorme Belastung - finanziell und psychisch. In der Pandemie war ich in der Lage mein erstes Album zu schreiben und mit wundervollen Menschen zu produzieren. Dieses Album wird gegen Ende dieses Jahres veröffentlicht und ist mein erstes eigenes volles Album. Corona nahm mir also jegliche Möglichkeit live zu spielen, gab mir aber die Zeit mir diesen Traum zu verwirklichen."

Lupid aus Hüttenberg, Gießen

Lupid

"Das Jahr 2020 sollte für uns eigentlich ganz besonders werden. Für April war unser zweites Studio-Album angesetzt mit einer anschließenden Clubtour. Doch diese mussten wir ersatzlos absagen. Lediglich ein paar Picknick-Konzerte und einige Instagram-Livestream-Shows konnten wir spielen. Mehr war 2020 leider nicht drin, um Menschen mit unserer Musik zu begegnen.

Aufgrund der wegfallenden Live- und Merchandise-Einnahmen haben wir uns im Herbst dazu entschieden eine Crowdfounding-Kampagne zu starten, um unsere nächste EP (Vö: Sommer 2021) zu finanzieren. Dank unserer großzügigen Fans konnten wir tatsächlich das Kampagnenziel erreichen und uns so die nächsten Monate über Wasser halten, neue Lupid Songs produzieren und veröffentlichen. Unser großer Wunsch ist es, das wir diese Songs wieder ganz bald Live performen dürfen und mit vielen Menschen zusammen feiern können!