Nach dem Tod von Don Everly und Charlie Watts widmet Werner Reinke seine Sendungen ganz diesen beiden Musikern.

Letzten Samstag kam eine für mich sehr schmerzliche Nachricht: Eines der großen Idole meiner Jugend ist seinem Bruder Phil gefolgt: Don Everly von den Everly Brothers ist gestorben. Sie waren die Pioniere des Harmoniegesangs in der Popmusik. Auf sie berufen sich viele Pop-Ikonen: Simon und Garfunkel, die Beach Boys, die Bee Gees, Bob Dylan, die Beatles, Brian May, A-Ha und viele andere. 

Die Brüder Phil (li.) und Don Everly im Jahr 1983 in London.

"Wake Up Little Susie", "Bird Dog", "’Til I Kissed You", "All I Have To Do Is Dream", "Cathy’s Clown". All das kann ich auswendig mitsingen. Und nun muss ich mich verabschieden. Am Samstag. Wird schwer….

Zum Tod von Charlie Watts

Wie viele Stones-Songs sind es wohl, die wir alle auswendig mitsingen können? Am Dienstag kam die Nachricht, dass der zweite Ur-Rolling-Stone (nach Brian Jones) uns verlassen hat: Drummer Charlie Watts, der Jazz-Gentleman unter den Rock-Punks.

Gut, ich gebe zu, dass beim Teenager-Idol-Wettstreit der 60er Jahre Beatles gegen Stones, also sauber und adrett angezogene Pilzköpfe gegen Schein-Schmuddelkinder, ich auf der angepaßten Seite zu finden war, ich war Beatlesfan. Aber es dauerte nicht lange, da hatten mich auch die Stones fest im Griff. Schon "It's All Over Now" nötigte mir Respekt ab, und spätestens bei Charlies treibendem Drumsound von "Get Off Of My Cloud" hatten die Stones aufgeschlossen. Alles danach war nur noch pure Begeisterung.

Und nun ist Charlie auch nicht mehr unter uns. Doppelter Abschied also am Samstag. Da gerät der Rest der Sendung zur puren Nebensache.

Text: Werner Reinke

Hier finden Sie die Playlist der Sendungen "Reinke am Samstag"