Unser Lebensfluss ist durch Corona ins Stocken geraten. Grenzen dicht, Besuchsverbote, überall Blockaden. Wie können wir dennoch "im Fluss" bleiben, innerlich frei und energiegeladen? Zur Fastenzeit lädt die evangelische Kirche ein, "7 Wochen ohne Blockaden" zu leben. Wir fragen, wie das geht.

Rund zwei Millionen Menschen nehmen in der Fastenzeit wieder an der Aktion "7 Wochen ohne" teil. Und sie fragen sich dabei, was ihnen zum Leben hilft, wo es Spielräume gibt. Wie kann man in Fluss bleiben angesichts von Blockaden, die unser Leben einschränken? Die Besinnung darauf, was uns Energie gibt, wo wir uns in unserem Element fühlen, wo wir uns selbst blockieren, soll unter anderem im Austausch in Fastengruppen stattfinden. Außerdem gibt es einen aufwendig gestalteten Fastenkalender mit täglichen Anregungen.

Wieder in Fluss geraten

Menschen mit Yoga in Fluss zu bringen ist die Mission von Christiane Wolff. Sie weiß aus täglicher Erfahrung, wie Blockaden den Energiefluss lähmen, Blockaden im Atem, in den Gelenken, im Körper, vielleicht sogar auch im Denken. In ihrem "Flowing Om" Studio in der Oberurseler Krebsmühle soll das alles in Fluss kommen. Worauf kommt es an, wenn man Blockaden lösen will, mit welchen Übungen kommen Menschen besonders gut wieder in Fluss - gerade jetzt in diesen Zeiten, wo Corona uns in allem so blockiert?

Raus aus dem Hamsterrad der Selbstblockaden

Viel zu oft blockieren wir uns selber: Zum Beispiel durch Selbstmitleid, negative Gedanken, Verzagtheit. Wir haben für alles, was wir unternehmen könnten, ein "Aber" auf Lager. Die Beraterin Sabine Ascodom sagt: "Wir müssen mit dem 'Aber'-Besen unser Haus kehren, dann finden wir zu neuem Schwung und können aus dem Hamsterrad unserer Selbstblockaden ausbrechen." Wir sprechen mit ihr darüber.

Der Fluss des Lebens

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Zum Artikel auf hr-inforadio.de Es gibt (k)ein Zurück - mit 2021 beginnt die Zeit nach Corona

Symbolbild Himmel und Erde
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"Alles fließt", so heißt ein sehr bekannter Satz des griechischen Philosophen Heraklit, mit dem er sein Verständnis vom Leben und dem Sein erfasst. Die Lebenseinstellung hinter diesem Satz ist von der Überzeugung geprägt, dass der Fluss des Lebens unaufhaltsam ist, so sehr wir uns auch wehren mögen, so sehr wir auch etwas festhalten möchten: das Vergehen ist mit dem Werden immer mitgegeben. Als Menschen tun wir gut daran, den Fluss des Lebens und die Vergänglichkeit zu akzeptieren, damit wir "seinsgemäß" leben, entsprechend der Wahrheit unseres natürlichen Daseins. Was lässt sich aus diesem Weltbild heute noch Lebensdienliches gewinnen? Wir fragen den Fuldaer Philosophen Christoph Quarch danach.

Der Biberstaudamm von Babenhausen

In der Nähe von Babenhausen fließt gerade nichts mehr. Denn die Biber haben einen Staudamm gebaut, der die kleine "Lache" blockiert und nun schon einen großen See gebildet hat. Mit Sorge betrachtet Wolfram Wittwer, technischer Betriebsleiter des Gruppenwasserwerks Dieburg, die Gewässerbildung vor seiner Haustür, im zentralen Einzugsgebiet des kommunalen Trinkwasserversorgers. Wird der Staudamm nun zum Gesundheitsproblem für die Anwohner? Muss man den Biber daran hindern, seine Dämme zu bauen, damit die Lache wieder in Fluss kommt? Gesundheit und Naturschutz kollidieren. Was ist zu tun?

Beiträge in der Sendung
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Sonntagsgedanken Pfarrer Johannes Meier, Kassel
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