Viele Optionen lässt der Lockdown nicht: Aber das Spazierengehen gehört zu den perfekten kleinen Fluchten, virologisch unbedenklich, streifen wir durch die Parks und die Wiesen hinterm Haus, bekommen den Kopf frei und atmen durch. Wenn dann noch die Sonne vorfrühlingshaft warm auf die Haut scheint, kann man Corona für einen Moment vergessen.

Vom Gassi-Gehen

Täglich Spazierengehen ist für Hundebesitzer selbstverständlich. Und ein höchst kommunikativer Teil des Alltags. Man trifft auf der immer gleichen Runde die immergleichen Menschen - beste Voraussetzungen in Corona nicht zu vereinsamen. Und am andern Ende der Leine eines Hundes ist immer jemand, mit dem man mindestens eins gemeinsam hat: die Liebe zum Tier.

Gehen, um die Natur zu erkunden

Kinder finden Spaziergänge meistens "laaangweilig". Aber es muss doch Möglichkeiten geben, auch die lieben Kleinen irgendwie ins Schlepptau zu bekommen! Der "Rundweg am Herbsthäuschen" in Kassel versucht mit es unterhaltsamen und lehrreichen Quiztafeln. Da sind vorne Fragen zu Naturkunde drauf mit lustigen, absurden und richtigen Antwortmöglichkeiten. Die Auflösung gibt’s auf der Rückseite. Wir schauen mal, ob das bei den Spaziergangsmuffeln verfängt und fragen, was denn überhaupt hilft, Kindern zum Spazierengehen zu motivieren.

Dass Spazierengehen auch eine Form von Wissenschaft ist, hat der Kasseler Spaziergangsforscher Bertram Weisshaar bewiesen. Der Promenadologe erklärt uns, warum das Gehen Balsam für die Seele ist und wie man sich auch bei schlechtem Wetter dazu aufrafft.

Gehen, um zu Flanieren

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Zum Artikel auf hr4.de Flanieren rund um Schloss Fasanerie

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Früher war der Schaufensterbummel ein klassischer Sonntagsspaziergang. Jetzt aber dürfte einen die Depression befallen angesichts so vieler abgeklebter Schaufenster. Aber wenn das Wirklichkeit wird, was die Pariser planen, dann gibt es nach Corona ein ganz besonderes Ziel zum Schaufenster-Spaziergang: Die weltberühmte Prachtstraße "Champs-Élysées" soll ein Park werden. Autos raus, Spaziergänger hinein. Wir lassen uns den Stand des Vorhabens schildern.

Gehen, um die Schritte zu zählen

Spazierengehen ist etwas mehr als Schlendern oder Flanieren und etwas weniger als Pilgern oder Wandern. Eben eine ganz eigene Fortbewegungsform. Die man auch "erforschen" kann. Viele tragen heute kleine Sportuhren, die die Schritte zählen. Wird damit nicht jeder Spaziergang gleich zum sportlichen Stress? Wir fragen nach bei Menschen, die ohne das Sportarmband nicht mehr aus dem Haus gehen.

Gehen, um die Gedanken fliegen zu lassen

Beim Spaziergehen kommen einem die besten Gedanken. Die Verfertigung der Gedanken nicht beim Sprechen, sondern beim Gehen ist eine uralte Übung. In Griechenland gab es die Philosophenschule der "Peripatetiker", das waren die Anhänger der Schule des Aristoteles. Sie hießen so, weil sie sich in der Wandelhalle einer Philosophenschule im Süden Athens trafen. Anders als viele meinen, hat der Name nichts mit dem "Herumgehen" zu tun. Dennoch gibt es die alte Tradition des Sprechens und Disputierens während man miteinander einherspaziert.

Beiträge in der Sendung
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Sonntagsgedanken Dipl.-Theologe Christoph Hartmann, Fulda
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