Hoffnung kann Bäume versetzen. Menschen werden schneller gesund, Projekte verwirklichen sich leichter, denn die Zuversicht weckt enorme Kräfte. Und die brauchen wir in diesem Corona-Winter ganz besonders!

Den Winter müssen wir noch durchhalten, danach gibt es Hoffnung auf ein Ende des Albtraums. Was stärkt jetzt unsere Zuversicht? Im dunklen Winter brauchen wir Zeichen, die uns wissen lassen: es gibt das Licht am Ende des Tunnels, die Sonne wird wieder aufgehen, der Samen, der jetzt in der Erde ruht, wird aufgehen, wenn die Tage wieder heller werden. Der Advent spielt ja mit dieser Symbolik von Licht und Dunkel, von Tod und neugeborenem Leben.

Ankunft des "Lichtes der Welt"

Im Grunde sind es Rituale der Zuversicht, mit der wir uns über die Dunkelheit hinweghelfen: wir zünden eine Kerze an, dann zwei, dann drei, dann vier und am Ende steht die Feier von Weihnachten an, der Ankunft des "Lichtes der Welt". Genau zur Wintersonnenwende, wenn die Tage wieder länger werden.

Auf viele Rituale muss verzichtet werden

Solche Rituale können Zuversicht wecken: das Plätzchenbacken mit der Aussicht auf ein schönes Weihnachten. Das versüßt die schwere Zeit des Wartens. Auf viele herkömmliche Rituale wie Weihnachtsmärkte oder Weihnachtsfeiern müssen wir wegen Corona verzichten. Und auch die vielen kleinen wöchentlichen Höhepunkte fehlen: der Sport, das gemeinsame Essen, gemeinsame Treffen. Vieles was uns sonst Zuversicht im Alltag gibt, fehlt.

Tatort am Sonntagabend: der Sieg des Guten

Aber immerhin ein Ritual bleibt bestehen: der Tatort am Sonntagabend. Heute feiert er seinen 50. Geburtstag in der ARD. Und der Tatort wäre nie so eine Erfolgsgeschichte, eines der letzten medialen Lagerfeuer, wenn er nicht auch ein Ritual der Zuversicht wäre. Das sagen zumindest Psychologen. Der Tatort versichert uns Woche für Woche: am Ende wird alles gut! Der Böse wird gefangen, das Gute und die Gerechtigkeit siegen. Es gibt Theologen, die sagen, dass die Krimistruktur mit dem Sieg des Guten im Grunde ein religiöses Motiv ist. Die Botschaft ist klar: Fürchte dich nicht, alles wird gut!

Musik gegen den Corona-Koller

Trost und Zuversicht weckt auch die Musik. Bekannte Bands wie Silbermond haben eigene Musiktitel für die Coronazeit gemacht, mit denen sie ihre Fans stärken und aufbauen möchten. Wir geben ein paar Beispiele dafür. Und wir wollen wissen: Wie bringen Sie Zuversicht in Ihre Umgebung? In die Familien, den Kreis der Kollegen? Wo finden Sie Hoffnung?

Was gibt Ihnen Kraft?

Auch an den kommenden Adventssonntagen möchten wir bei hr1 am Sonntagmorgen erkunden, was uns Kraft gibt. Denn den Winter müssen wir bestehen. Dann sprechen wir über die Kraft der Natur und der Dankbarkeit und wie viel Kraft es gibt, etwas zu tun, sich einzusetzen.

Beiträge in der Sendung
SendezeitBeitrag
Sonntagsgedanken Pfarrer Hermann Trusheim, Hanau