hr1-Moderatorin Simone Reuthal beim Bogenschießen, Gewichtheben und Rugby.

Unsere sportbegeisterte "Koschwitz am Morgen"-Moderatorin Simone Reuthal hat elf olympische Sportarten getestet, die man auch in hessischen Sportvereinen ausüben kann: von B wie Bogenschießen über T wie Trampolinspringen bis W wie Wasserspringen. Hier finden Sie alle Disziplinen im Überblick, Simones Fazit und die Kontakte zu den Sportvereinen.

Unser sportliches Multitalent Simone Reuthal hat sich an schwierige und außergewöhnliche Olympia-Sportarten herangewagt und mit einem Profi an ihrer Seite ausprobiert. Insgesamt elf Disziplinen hat die hr1-Moderatorin getestet - und wir haben sie mit der Kamera dabei begleitet.

In folgenden olympischen Disziplinen können Sie Simone sehen:

1. Bogenschießen (Freitag, 23. Juli)
2. Gewichtheben (Montag, 26. Juli)
3. Softball (Dienstag, 27. Juli)
4. Wasserspringen (Mittwoch, 28. Juli)
5. Rugby (Donnerstag, 29. Juli)
6. Trampolinturnen (Freitag, 30. Juli)
7. Radsport Bahn (Montag, 2. August)
8. Stabhochsprung (Dienstag, 3. August)
9. Synchronschwimmen (Mittwoch, 4. August)
10. Boxen (Donnerstag, 5. August)
11. Sportklettern (Freitag, 6. August)

Sport-Ass Simone ist keine Herausforderung zu groß, wenn es ums Ausprobieren neuer Sportarten geht. Daher hat sie sich auch voll ins Zeug gelegt und viel dabei gelernt. Aber auch Sie erfahren garantiert viel Neues über die Tricks und Kniffe, die man in diesen Sportarten kennen und beherrschen sollte. Übrigens, viele dieser Disziplinen können Sie auch selbst mal ausprobieren und Ihr Talent testen: Bogenschießen, Softball, Rugby, Trampolinturnen, Boxen und Klettern werden in Hessen als Vereinssport angeboten.

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Bogenschießen - Kontrastprogramm zum Büroalltag

Bogenschießen gehört seit 1972 zu den olympischen Sportarten. Bogenschießen ist nicht nur ein technisch anspruchsvoller Sport, er fördert auch die körperliche und geistige Fitness. Bogenschießen gilt sogar als wirksame Therapie bei ADHS und bei orthopädischen Problemen. Denn es stärkt die Muskulatur - vor allem im oberen Rückenbereich - und beugt damit Rücken- und Wirbelsäulenproblemen vor. Bogenschießen kann man als Wettkampfsport oder als "meditatives Bogenschießen" betreiben. Beide Varianten helfen, Alltagsstress abzubauen und "abzuschalten".

Übrigens: Bogenschießen ist auch populär im Blinden- und Sehbehindertensport. Erst seit 2016 ist es als paralympische Sportart anerkannt. Bei Bogensport Rhein-Main in Hanau-Steinheim können Sie die Sportart ausprobieren.

Bogenschießen: Unsere Moderatorin hat es getestet

Gewichtheben - aller Anfang ist ein Besenstiel

Gewichtheben ist in erster Linie eine Frage der Technik. Wie sonst könnte man(n) ein Vielfaches seines eigenen Körpergewichts stemmen? Tatsächlich beginnen die ersten Lehreinheiten mit einer Art Besenstiel, um den richtigen Bewegungsaublauf zu erlernen. Die spektakulären Wettämpfe mit muskelbepackten Frauen und Männern sind mit jahrelangem, eisernem Training verbunden. Hobbysportler können sich mit Kurz- und Langhanteln im Fitnessstudio, im Kraftraum im Verein oder an der eigenen Hantelbank zuhause ausprobieren.

Übrigens: Während des Lockdowns waren hochwertige Hanteln und -Bänke fürs heimische Fitnessstudio zeitweise ausverkauft. Wer diese Sportart ausprobieren will, kann das zum Beispiel beim ASC Zeilsheim tun.

Gewichtheben: Unsere Moderatorin hat es getestet

Softball - im Profibereich reine Frauensache

Softball ist eine Variante von Baseball und eine der populärsten Breitensportarten in den USA. Im Profibereich wird Softball überwiegend von Frauen gespielt - Baseball hingegen wird überwiegend von Männern ausgeübt. In Deutschland gibt es nur im Frauenbereich einen organisierten Ligaspielbetrieb. Im Freizeitsport und entsprechenden Wettbewerben gibt es aber gemischte Teams.

Übrigens: Softball ist seit den Olympischen Spielen in Atlanta 1996 für Frauen olympisch.

Softball: Unsere Moderatorin hat es getestet

Wasserspringen - alles andere als "Arschbombe"

Bei dieser Wassersportart geht es darum, aus unterschiedlichen Höhen und mit verschiedenen Techniken (Kunstspringen, Turmspringen, Synchronspringen) möglichst elegant ins Wasser zu springen. Dieser Wettkampfsport ist seit 1904 olympische Disziplin. In Deutschland ist Wasserspringen ein Teil vieler Schwimmabzeichen: Beim "Seepferdchen" etwa ist ein Sprung vom Beckenrand vorgeschrieben, für den Deutschen Schwimmpass Sprünge aus bis zu drei Metern Höhe. Auch für das Rettungsschwimmabzeichen muss man Kopf- und Startsprünge gezeigt werden. Der SV Gelnhausen ist einer von zwei Vereinen in Hessen, die die Sportart Wasserspringen anbieten.

Übrigens: Wasserspringen ist eine der ältesten Sportarten der Welt. Im 8. Jahrhundert v. Chr. wird sie im antiken Griechenland in Homers Epos "Odyssee" erstmals erwähnt.

Wasserspringen: Unsere Moderatorin hat es getestet

Rugby - alle Mann im Rückwärtsgang

Vorwärtspässe sind beim Rugby generell nicht erlaubt. Möglichkeiten des Vorwärtsspielens des Balls sind auf Tragen und Treten reduziert. Die Spielregeln sind komplex und Rugby ist alles andere als eine "chaotische Sportart für Raufbolde". Als olympische Sportart ist sie sehr jung und wurde erst im Jahr 2016 aufgenommen. Im Freizeitsport hat sich die kontaktarme Variante "Touch Rugby", im Profibereich in Deutschland wird bei den Männern hauptsächlich 15er Rugby gespielt, bei den Frauen hat sich die olympische 7er Variante durchgesetzt.

Übrigens: Rugby soll während eines Fußballspiels 1823 in der gleichnamigen englischen Stadt entstanden sein. Als dem Team von William Webb Ellis eine Niederlage bevorstand, packte Ellis den Ball mit den Händen und legte ihn ins Tor des Gegners.

Rugby: Unsere Moderatorin hat es getestet

Trampolinturnen - Zugabe aus dem Zirkus

Beim Trampolinturnen im Profibereich können Sprunghöhen bis zu neun Metern erreicht werden. Olympisch wurde diese Sportart im Jahr 2000 zu den Spielen in Sydney. Doch diese schnelle Turnart gibt es in Deutschland schon seit 1951.

Übrigens: Das Trampolinturnen stammt aus dem Zirkus. Für Hochartisten wurde stets ein Sicherheitsfangnetz unter dem Arbeitsplatz aufgebaut, das trampolinähnliche Eigenschaften hatte. Am Ende ihrer Darbietungen ließen sich die Artisten ins Netz fallen und turnten dort als Zugabe noch einige Salti.

Trampolinturnen: Unsere Moderatorin hat es getestet

Radsport Bahn - immer gegen den Uhrzeigersinn

Der Bahnradsport umfasst Radrennen, die auf einer Radrennbahn ausgeübt werden. Man unterscheidet im Wesentlichen zwischen Kurzzeit- und Ausdauer-Disziplinen. Insgesamt gibt es fünf Hauptgruppen, darunter Sechs-Tage-Rennen. Der Bahnradsport gehört seit seiner Entstehung zum Programm der Olympischen Sommer-Spiele von 1896.

Übrigens: Die Bahn wird gegen den Uhrzeigersinn befahren. Um bei der hohen Geschwindigkeit und den engen Verhältnissen auf der Bahn die Gefahr von Stürzen zu verringern, haben Bahnräder weder Freilauf noch Bremse.

Radsport Bahn: Unsere Moderatorin hat es getestet

Stabhochsprung - die Hochrisiko-Sportart

Bei dieser Disziplin in der Leichtathletik überwinden die Springer nach ihrem Anlauf eine hochliegende Sprunglatte mit einem langen, flexiblen Stab. Diese Latte ist 4,50 Meter lang und so auf zwei Sprungständern gelagert, dass sie bei leichter Berührung herunterfällt. Stabhochsprung ist seit 1896 olympische Disziplin für die Männer, seit 2000 bei den Frauen. Stabhochsprung ist auch eine Disziplin des Zehnkampfs.

Übrigens: Stabhochsprung ist die gefährlichste Disziplin in der Leichtathletik. Zu typischen Verletzungen zählen Ausrenkungen des Schultergelenks sowie Brüche im Schulterbereich. Durch den Absprung werden vor allem die Patella- und die Achillessehne stark beansprucht.

Synchronschwimmen - der Tanz unter Wasser

Synchronschwimmen wurde bei den Olympischen Sommerspielen 1984 in Los Angeles zum ersten Mal als olympischer Wettbewerb ausgetragen. Derzeit gibt es Wettkämpfe in den vier Disziplinen Solo, Duett, Gruppe (mit vier bis acht Teilnehmern) und die Kombination.

Übrigens: Unter dem Begriff "Wasserballett" oder "Reigenschwimmen" gibt es Synchronschwimmen schon seit Ende des 19. Jahrhunderts. Einer der ersten Wettkämpfe fand 1891 in Berlin statt. Damals war es noch eine reine Männersportart. 1903 gründeten sich die "Isarnixen" in München, ab 1907 waren auch Frauen an den Wettkämpfen beteiligt.

Synchronschwimmen: Unsere Moderatorin hat es getestet

Boxen - vom Gladiatorenduell zum Schlagabtausch

Amateur- und Profiboxsport haben unterschiedliche Regeln und unterscheiden sich in Technik, Ausführung und Taktik. Amateurboxen wird in einer eigenen Weltmeisterschaft ausgetragen, Profiboxkämpfe werden von kommerziellen Boxverbänden organisiert. Profiboxer dürfen erst seit 2016 bei den Olympischen Spielen antreten, Amateure sind bereits seit 1904 dabei. Für Frauen ist die Teilnahme bei Olympia seit 2012 erlaubt.

Übrigens: Der Zweikampf mit Fäusten wurde erstmals im Jahre 688 v. Chr. in Griechenland bei den "23. Olympischen Spielen der Antike" ausgetragen. Im alten Rom wurde der Faustkampf vor allem bei Gladiatorenkämpfen vorgeführt. Dabei trugen die Kämpfer einen "Caestus" an den Händen. Der antike Schlagring bestand aus einem Lederriemen, bespickt mit Dornen.

Boxen: Unsere Moderatorin hat es getestet

Sportklettern - mit Mut, Muckis und Köpfchen

Anstatt einen Gipfel zu erklimmen, geht es beim Sportklettern darum, eine Kletterroute strategisch und unter meist hohen technischen Schwierigkeiten auf kurzen Strecken zu bewältigen. Geklettert wird nicht nur draußen an natürlichen Felsen, sondern auch an künstlichen Wänden in Kletterhallen. Dieser ambitionierte Sport, bei dem Köpfchen, Geschick und Kraft gefragt sind, ist seit 2020 olympisch. Die drei Disziplinen Speedklettern, Bouldern sowie Schwierigkeitsklettern werden in einer olympischen Kombination zusammengefasst.

Übrigens: Das Sportklettern hat sich mittlerweile vom Nischensport zum Breitensport entwickelt. Der Deutsche Alpenverein und viele Sportvereine bieten Indoor-Kletterkurse an, sogar schon für Kinder.

Sportklettern: Unsere Moderatorin hat es getestet

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